POLITIK
20/01/2016 02:52 CET | Aktualisiert 20/01/2016 04:11 CET

Asylbewerber: Deutschland verdoppelt Zahl der Abschiebungen

Viele werfen Deutschland vor, nicht konsequent genug bei der Abschiebung zu sein. Haben sie recht? Was im vergangenen Jahr wirklich mit zahlreichen eingereisten Menschen passiert ist, hat viele überrascht.

Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland hat sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

Das berichtet die "Sächsische Zeitung" unter Berufung auf die aktuelle Statistik des Bundesinnenministeriums. Insgesamt seien 20.888 Ausländer abgeschoben worden; 2014 waren es 10.884.

Das dürfte CDU-Generalsekretär Peter Tauber freuen. Der hatte gefordert, täglich 1000 Abschiebungen durchzuführen:

Die meisten wurden den Angaben zufolge von Nordrhein-Westfalen abgeschoben (4395) - gefolgt von Bayern (4195), Hessen (2651) und Baden-Württemberg (2431).

Weit mehr Menschen, die zum Verlassen Deutschlands aufgefordert wurden, seien freiwillig ausgereist - zum Teil dank Förderprogrammen, schreibt die Zeitung. Laut Bundesinnenministerium seien dies 37.220 Menschen gewesen.

Fast 90 Prozent von ihnen stammten demnach aus Albanien, dem Kosovo, Serbien und anderen Ländern des westlichen Balkans. Insgesamt hätten damit 58.108 Ausreisepflichtige die Bundesrepublik im vergangenen Jahr verlassen.

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