WIRTSCHAFT
19/01/2016 06:51 CET | Aktualisiert 19/01/2016 07:23 CET

Eine Frau gibt eine miese Restaurantbewertung ab - und bekommt DIESE Antwort

Eigentlich bekommt das Bennett’s Café and Bistro viele gute Bewertungen. Mehr als 580 Kunden haben auf der Bewertungsplattform"Trip Advisor" bereits eine Rezension hinterlassen. Davon haben über 90 Prozent Spitzenbewertungen für das Café im britischen York vergeben.

Die Kundin Hannah C. hatte aber einen anderen Eindruck. Sie war so unzufrieden mit dem Service in dem Café, dass sie auf dem Portal eine bitterbösen Text schrieb.

Das ließ der Eigentümer des Bennett’s Café and Bistro aber nicht auf sich sitzen – und schlug grandios zurück.

Die Frau schrieb:

„Dieser Ort ist total schrecklich. Ich war dort zum Nachmittagstee mit einigen Freunden und ich hatte nicht viel Geld dabei. Ich bestellte heißes Wasser mit einer Zitronenscheibe.

Zuerst kam meine Bestellung nicht zur gleichen Zeit wie die Getränke und Kuchen meiner Freunde. Dann musste ich (umgerechnet, Anm. d. Red) knapp 2,50 Euro für heißes Wasser und eine dünne Zitronenscheibe bezahlen.

Als ich fragte, warum etwas Wasser so viel kostet, antwortete der Kellner unfreundlich: „Nun, wissen Sie, wie viel eine Zitrone kostet?“ Ja, definitiv nicht 2,50 Euro. Er informierte mich dann weiter darüber, dass eine Tasse Tee den gleichen Preis wie eine Zitrone hat. Um zu zeigen, wie absurd das ist, bestellte mein Freund ein Stück Schokokuchen, das 2,40 Euro kostete.

Schrecklicher Ort, ich kann ihn definitiv nicht weiter empfehlen, und der unfreundliche Kellner, der mich bediente, sollte entlassen werden. Ich werde dort nicht mehr hingehen und meinen Freunden und meiner Familie auch dazu raten, nicht dort hinzugehen.“

beschwerde


Der Manager des Cafés listete der Kundin daraufhin auf, welche Kosten er hat: Er muss den Kellner bezahlen, der einen menschenwürdigen Lohn bekommt. Auch die Gebäudekosten, Nebenkosten und Reinigungskosten kommen hinzu. Alles in allem eine Menge Geld, weswegen er heißes Wasser mit Zitrone nicht für 50 Cent verkaufen könne.

Das antwortete der Café-Besitzer im Wortlaut:

„Es tut mir leid, dass Sie sich abgezockt fühlen. Ich werde Ihnen erklären, warum das nicht so ist:

Sie kamen in das Café, die Bedienung zeigte Ihnen Ihren Platz, gab Ihnen die Karte, wartete kurze Zeit und nahm Ihre Bestellung auf.

Der Kellner tippte die Bestellung in die Kasse, nahm eine Tasse, Untertasse und einen Löffel und brachte alles in die Küche. Dort nahm er ein Messer, ein Schneidebrett, nahm eine Zitrone aus dem Kühlschrank, schnitt eine Scheibe ab und legte sie in die Tasse. Dann ging er zurück in den Gästebereich, erhitzte das Wasser und brachte alles an Ihren Tisch.

Danach machte er Ihre Rechnung fertig, brachte sie zu Ihnen, und kümmerte sich um Ihre Kreditkartenzahlung. Nachdem Sie weg waren, nahm er Ihre Tasse, Untertasse und Löffel, brachte alles in die Küche, wusch und trocknete es gemeinsam mit dem Schneidebrett und dem Messer ab und legte die Zitrone wieder zurück (...) Dann hat er den Tisch sauber gemacht und alles für den nächsten Gast vorbereitet. (...)

Ich akzeptiere, dass der Preis eines heißen Getränks in einem Stadtcafé teuer wirkt, verglichen mit einem Becher, den man zu Hause macht. Aber so sieht die grausame Wirklichkeit aus. (...)

Vielleicht wurde die Unfreundlichkeit, die Sie bei mir gespürt haben, durch den fehlenden Respekt hervorgerufen, den ich bei Ihnen wahrgenommen habe. Dadurch, dass Sie davon ausgegangen sind, dass unsere Einrichtung und unserer Service gratis sind.“

antwort


Der Beitrag wurde inzwischen von der Plattform gelöscht. Im Internet tobt aber immer noch die Diskussion, wer nun eigentlich von den beiden im Recht ist.

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