GOOD
19/01/2016 12:46 CET | Aktualisiert 19/01/2016 13:37 CET

Ein Muslim fand 14.000 Euro. Was er damit tat, verrät viel über Ausländer in unserem Land

Julian Love via Getty Images
Symbolbild Taxifahrer

Halil Erdem ist Taxifahrer in Frankfurt - und der wohl ehrlichste Finder Deutschlands. Als er am Freitag einen Kunden durch den Stadtteil Sachsenhausen fährt und bei einer roten Ampel halten muss, sieht er ein Portemonnaie auf der Straße liegen.

„Geld schaute heraus. Ich sah sofort, dass dort ein paar tausend Euro drin sein müssen“, erzählte er der "Bild"-Zeitung. Er nimmt die Brieftasche mit, fährt weiter und setzt den Fahrgast ab.

Danach zögert er keine Minute: Er bringt das Portemonnaie auf das Polizeirevier ohne überhaupt nachzuschauen, wie viel Geld darin zu finden ist. Erst von der Polizei erfährt er dann, dass der Besitzer nicht weniger als 14.140 Euro in bar mit sich herum getragen hat.

„Mein Glaube verbietet, Geld zu behalten, das ich nicht selber verdient habe. Es hätte auch das Zehnfache sein können. Abgegeben hätte ich es trotzdem", sagte Hali Erdem der "Bild".

Die gute Tat wurde belohnt

Eineinhalb Stunden nachdem der Taxifahrer die Brieftasche abgegeben hat, ist der Besitzer schon gefunden. Ein Chinese hatte sein Portemonnaie auf das Dach seines Autos gelegt und war weitergefahren. In Frankfurt fiel es vom Autodach, erst in Wiesbaden-Medenbach bemerkt er den Verlust und meldet ihn bei der Autobahnpolizei.

Am selben Tag will der Mann mit seiner Familie nach China zurückfliegen. Schnell muss er die Brieftasche abholen, da sich auch seine Ausweise darin befinden. Dem Taxifahrer Halil Erdem hinterlässt er 500 Euro Finderlohn.

Auch auf HuffPost:

Geld, Ruhm, Macht?: Forscher finden Glücksformel: Diese drei Faktoren bringen Ihnen die Erfüllung

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee

an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.