POLITIK
19/01/2016 18:14 CET | Aktualisiert 20/01/2016 03:30 CET

Großbritannien diskutiert Einreiseverbot für Donald Trump

Dem US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump könnte die Einreise nach Großbritannien verboten werden.
NICHOLAS KAMM via Getty Images
Dem US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump könnte die Einreise nach Großbritannien verboten werden.

London, die Hauptstadt Großbritanniens, hat durch seine Kolonialzeit ein so breit gefächertes Kulturenreichtum in der Bevölkerung mit sich gebracht, wie nahezu keine andere Stadt. Für großspurigen Rassismus ist hier kein Platz.

Kein Wunder also, dass sich die britische Bevölkerung gegen den amerikanischen Anti-Islam-Prediger und Präsidentschaftskandidaten Donald Trump wehrt.

Gestern Abend hat aufgrund einer Petition eine Diskussion im britischen Parlament stattgefunden, die Donald Trumps Einreise in das Königreich verbieten soll.

Die Online-Petition, die ein Einreiseverbot des 69-jährigen Milliardärs fordert, wurde von mehr als einer halben Million Menschen unterzeichnet.

Gemäß dem britischen Gesetz kann eine Petition bereits ab 100.000 Unterschriften zu einer Debatte im Parlament führen. Die Innenministerin kann Personen die Einreise verweigern, wenn es dem Gemeinwohl dient.

Auch Sprecher der Society of Black Lawyers (SBL) sollen der britischen Innenministerin Theresa May ihre Bedenken bezüglich der Einreise Trumps ausgesprochen haben. Man müsse ihm deutlich machen, dass Großbritannien keinerlei rassistische Stereotypisierungen dulde.

Trump hatte sich wegen seiner Forderungen, muslimischen Personen die Einreise in die USA zu verbieten, bei der zum großen Teil auch dem Islam angehörigen Bevölkerung in Großbritannien unbeliebt gemacht.

Laut der "Washington Post" soll es in der dreistündigen Debatte in einem Seitenraum des Westminster-Parlaments heiß hergegangen sein. Dabei sollen Beschimpfungen wie "Witzbold", "Hassprediger" und "Idiot" gefallen sein. Gerade ein Politiker der schottischen National Party meinte: "Ich habe versucht verschiedene, vielleicht dem Parlament angemessenere Adjektive zu finden, um ihn zu beschreiben, aber keines war aussagekräftig genug. Er ist ein Idiot."

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