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17/01/2016 13:55 CET

DLD 2016: Bundesregierung verrät Social-Media-Strategie

dpa

Auf der DLD 2016 (Digital-Life-Design) treten heute diverse prominente Sprecher auf. Darunter Regierungssprecher Steffen Seibert, Airbus-CEO Tom Enders und Jeremy Rifkin, Gründer und Vorsitzender der Foundation on Economic Trends (FOET).

Regierungssprecher Seibert sprach dort heute über die Social-Media-Strategie der Bundesregierung. 2010 hatte er eine neue Strategie eingeführt. Dazu sagte Seibert mit einem Augenzwinkern: "Ich habe gesagt, wir sollten mit unserer Kommunikationsstrategie nicht zu weit hinter dem Papst zurück bleiben".

Social-Media spielt laut Seibert für die Regierung eine wichtige, jedoch beschränkte Rolle. Der Dialog mit Bürgern im Internet sei wichtig, aber die Öffentlichkeit im Internet sei eben auch nur ein Teil der gesamten Öffentlichkeit. Trotzdem interessiere sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auch für die Arbeit ihres Social-Media-Teams.

Den Wandel in der Welt der Kommunikation durch die Digitalisierung sieht Seibert als "Herausforderung". “Die Grundlagen sind eigentlich die gleichen geblieben, zumindest seit der Demokratisierung.” Aber zusätzlich zur traditionellen Arbeit, gebe es nun eben die digitale Kommunikation. Doch vor allem die Geschwindigkeit und die ungefilterte Aggression im Netz seien eine Herausforderung, fügte der Politiker hinzu.

Airbus-CEO Tom Enders sorgte mit dieser Nachricht für Aufsehen: Er verkündete einen neuen Deal mit dem Carsharing-Unternehmen Uber. Ab dem Sundance-Filmfestival können Nutzer über Uber nicht nur Taxis sondern auch Helikopter ordern. Allerdings ist das Angebot vor allem für wohlhabendere Uber-Nutzer gedacht.

Für Enders sind Daten ein großes Thema. "Die Flugzeug-Industrie generiert Tonnen um Tonnen von Daten. Jeder Flug. Wir analysieren diese Daten jetzt systematisch, um sie in allen Bereichen zur Verbesserung anzuwenden."

Jeremy Rifkin von FOET sprach in seiner Rede von einer neuen Wirtschaftsordnung durch die Digitalisierung. Durch den digitalen Wandel getrieben, erblicke jetzt auch die erste neue Wirtschaftsordnung seit dem Kapitalismus das Licht der Welt, sagt Rifkin: die Sharing Economy. "Ich hätte nicht gedacht, dass der Kapitalismus einmal ein Kind zur Welt bringt." Als Beispiele nannte er Musik, die heute gestreamt wird statt einzeln verkauft, 16 Jahre nach Napster.

Vom 17.-19. Januar 2016 findet die Innovationskonferenz DLD in München statt. Die DLD-Konferenz (Digital-Life-Design) wird vom Medienkonzern Burda veranstaltet. Sie will Technologie, Politik und Kultur miteinander verknüpfen. Diesmal sollen unter anderem die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz und Roboter-Technik auf die Gesellschaft im Mittelpunkt stehen.

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