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15/01/2016 09:04 CET | Aktualisiert 15/01/2016 15:58 CET

Ein Arzt weigert sich, "Asylanten" zu behandeln. Das hat er jetzt davon

In Wien sorgte ein Arzt für großes Aufsehen. Dr. Thomas Unden, der sich als einer der letzten Verwandten Adolf Hitlers bezeichnet, gab mit einer Notiz an seiner Praxistür bekannt, keine „Asylanten“ zu behandeln.

Dem KURIER erzählte der Allgemeinmediziner, mit Asylbewerbern noch keine schlechten Erfahrungen gemacht zu haben. Trotzdem wäre er überzeugt, sich selbst und „dem Volk“ nichts Gutes zu tun. Zumal er sie „ohnehin ungefragt durchfüttern muss.“

Seine Ansage hat Konsequenzen

Die Sprecherin der Wiener Gebietskrankenkasse äußerte Bedenken über den Wiener Arzt: „Asylwerber und Personen mit anerkanntem Asylstatus sind krankenversichert und somit anspruchsberechtigt. Somit sind diese Personen entsprechend medizinisch zu betreuen.“

Soeben hat mir die Krankenkasse die Bertragskuendigung mit 21.1.2016 gedroht, falls ich nicht zurückziehe und Asylanten...

Posted by Thomas Unden on Friday, 15 January 2016

Nun erhielt Unden die Quittung. Er darf keine Kassenpatienten mehr behandeln, wie er auf seinem Facebook Profil mitteilte. Zwar hätte er die Wahl gehabt. Denn die Beitragskündigung hätte die Krankenkasse bei einer Aufhebung seines „Asylanten-Verbots“ zurückgezogen. Jedoch beharrt Unden auf seinem Standpunkt und wird ab Ende Februar Kassenpatienten nicht mehr zur Verfügung stehen.

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