WIRTSCHAFT
15/01/2016 06:32 CET | Aktualisiert 15/01/2016 11:56 CET

Aldi will besseres Image und mehr Service

Lidl wächst rasant, die Konkurrenz nimmt zu und dann auch noch die Negativ-Schlagzeilen: Aldi muss handeln - und rüstet auf.

Billig, einfach, manchmal schäbig: So kennen Kunden die Aldi-Filialen. Es ging eben immer um den niedrigen Preis. Alles andere war Nebensache. Das hat Aldi immer ausgemacht. Es war der Grund, warum viele Deutsche diesen Laden lieben.

Doch das Konzept passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit. Die Grund-DNA des Unternehmens muss sich verändern, wenn Aldi überleben will. Schönere Filialen, mehr Service und ein verbessertes Produktkonzept sollen zukünftig das Image des Discounters prägen.

In einer neuen Aldi-Filiale in Eglharting bei München werden einige Ideen bereits seit Dezember am Kunden selbst getestet:

  • Die Kundentoiletten. Aktuell ist es nur ein Test. Trotzdem: Andere Neubauten der Ketten sollen ebenfalls mit Kunden-WC ausgestattet sein. Ob Altbauten nachgerüstet werden, ist hingegen offen. Das berichtet "Focus Online".
  • Einen Wickelraum. Dieser ist mit Gratis-Windeln für die Kunden ausgestattet.
  • Hintergrundmusik und elektronische Werbedisplays werden aktuell ebenfalls getestet.
  • Kaffee für einen Euro. Neben einem Kaffeeautomaten stehen aktuell auch Rezeptautomaten den Kunden zur Verfügung.
  • Die Navigation durch den Markt wurde verbessert: Mithilfe von Pfeilen an den Wänden sollen Kunden schneller zum gewünschten Produkt gelotst werden.
  • Die Beleuchtung. Die Regale werden mit LED-Lampen ausgeleuchtet, zusätzlich gibt es Fenster im Dach.
  • Eine neue Produkt-Anordnung. Die Backwaren rücken nach vorne. Zwischen Fleischtheke und den in der Mitte des Marktes platzierten Angeboten der Woche stehen bei Obst und Gemüse. Hier hat man sich wohl bei Lidl inspirieren lassen.

Doch damit nicht genug. Aldi will sein Angebot weiter ausbauen: Nachdem in den vergangen Jahren bereits Marken wie Coca Cola und Nivea bei Aldi Einzug gehalten, sollen weitere Marken bald folgen. Das berichtet die "Wirtschaftswoche".

Und um dem Service-Gedanken besser verfolgen zu können, plant Aldi die Öffnungszeiten auszudehnen. Schlossen die Filialen bisher um 20 Uhr, soll in Zukunft erst um 21 Uhr beziehungsweise in Großstädten erst um 22 Uhr Schluss sein. Dadurch tritt der Discounter in direkte Konkurrenz mit Rewe.

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