WIRTSCHAFT
13/01/2016 17:23 CET | Aktualisiert 14/01/2016 08:04 CET

"Verkaufen Sie alles": Die Crash-Prognose einer Bank

dpa

Diese Prognose kann die deutsche Wirtschaft ins Wanken bringen. Die Royal Bank of Scottland (RBS) warnt in einem Gutachten vor einem Absturz der internationalen Aktienmärkte. Ihren Kunden schreiben die Banker, die Aktienmärkte könnten in diesem Jahr um 20 Prozent fallen. „Verkaufen Sie alles“, rät das Geldinstitut, wie die britische Zeitung "Daily Mail“ berichtet.

Dieses Jahr könne "verheerend“ werden, warnen dem Bericht zufolge andere Analysten. Für die deutsche Wirtschaft wäre ein Aktiencrash schädlich. Denn Milliarden- oder gar Billionenverluste an den großen Börsen der Welt in London, New York oder Frankfurt können sich auch rasch auf die Realwirtschaft auswirken.

Das zeigen etwa die Erfahrungen nach dem Aktiencrash 2001 in Folge der Anschläge auf das World-Trade-Center. Vor allem die exportorientierte deutsche Wirtschaft könnte so rasch ins Taumeln geraten.

Auch andere Geldhäuser und Analysten sind besorgt. Doch die Briten schlagen besonders laut Alarm. Die RBS-Banker prognostizieren, dass der Ölpreis schon bald auf den niedrigsten Preis seit fast zwei Jahrzehnten fallen könnte. Sogar ein Preis von zehn Dollar und damit nicht einmal neun Euro pro Barrel sei möglich.

Doch wo sind hier die Probleme für Deutschland? Zunächst einmal fürchten Umweltschützer, dass ein zu billiger Ölpreis den weltweiten Umstieg auf grüne Energien erheblich verlangsamen könnte. Denn warum sollte ein Land beispielsweise auf Wind- oder Sonnenenergie umstiegen, wenn man mit Ölkraftwerken weit billiger heizen kann?

Darum geht es den britischen Wirtschaftswissenschaftlern der RBS freilich gar nicht. Sie fürchten, dass niedrige Rohstoffpreise das drohende Chaos auf den Finanzmärkten noch verschärfen könnten.

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