POLITIK
14/01/2016 04:53 CET | Aktualisiert 14/01/2016 09:02 CET

Staatsanwaltschaft verbietet, diese Aufnahmen zu den Silvester-Übergriffen zu zeigen

Anadolu Agency via Getty Images
In der Silvesternacht wurden auch in Hamburg Frauen sexuell belästigt.

Es nimmt einfach kein Ende.

Alle paar Tage kommen neue Informationen zur Silvesternacht ans Licht, die die Polizei mutmaßlich vor der Öffentlichkeit verschwiegen hat. Erst war es die Tatsache, das sich unter den Verdächtigen nachweislich Flüchtlinge befanden und diese Informationen gezielt von der Polizei zurückgehalten wurden.

Nun sollen es Fotos von Tatverdächtigen aus der Silvesternacht in Hamburg sein.

Nach Informationen der "Bild" ist diesmal aber nicht die Polizei die Gescholtene, sondern die Staatsanwaltschaft. Laut Bericht soll die Polizei eine öffentliche Fahndung der Täter anhand der Fotos eingereicht haben. Der Antrag dazu soll von der Staatsanwaltschaft aber abgelehnt worden sein.

Die Fotos sollen Personen zeigen, die unter Verdacht stehen, an den Sex-Übergriffen und Raubüberfällen in Hamburg in der Nacht zu Neujahr beteiligt gewesen zu sein. Sie wurden von einem Fotografen aus dem ersten Stockwerk eines Hauses an der Großen Freiheit, eine bekannte Seitenstraße der Reeperbahn, aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft hält die Fotos zurück.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft teilte laut "Bild" mit, dass eine öffentliche Foto-Fahndung erst nach sämtlichen, erfolglosen Ermittlungen gesetzlich zulässig sei.

Hinsichtlich der bisherigen Ermittlungen der Sondergruppe "Silvester" könnte die Nachricht für weitere Unruhe sorgen.

Wichtig ist eine schnelle Aufklärung der Ereignisse, da sich die Stimmung in Deutschland immer mehr spaltet.

Flüchtlingsgegner instrumentalisieren die sexuellen Übergriffe von Köln und anderen Städten für ihre Hetze. Auch die politischen Parteien, die sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen einsetzen, finden Anhänger in ihrer Stimmungsmache. Sie verbreiten widerliche Wortschöpfungen wie "Rapefugees".

Auch für die mehreren hundert Opfer von Köln und anderen deutschen Städten wie Hamburg, ist eine schnelle Aufklärung wichtig.

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