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13/01/2016 05:33 CET | Aktualisiert 13/01/2016 06:23 CET

Henryk M. Broder wünscht zwei Journalistinnen, dass sie "erfahren, was Rape Culture ist"

Journalist Henryk M. Broder provoziert gern. Aber Provokation ist eine Sache. Dieses Mal geht der "Welt"-Autor weiter. In einem Text auf der Plattform "Die Achse des Guten" wünscht er zwei Journalistinnen, dass sie vergewaltigt werden.

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Einfach so, weil er mit einem Artikel unzufrieden ist, den die beiden Autorinnen über die Übergriffe in Köln geschrieben haben. Broder urteilt: "Es gibt auch Frauen, die mit dem Schwanz denken.“ Und dann legt er los – wir zeigen die wichtigsten Passagen im Video:

Genau hatten die Frauen in der Berliner Zeitung "Tagesspiegel" geschrieben:

"Womöglich sind aber auch Frauen dabei, die gar nicht Opfer geworden sind, sondern aus politischer Überzeugung der Meinung waren, dass die Täter mit Migrationshintergrund oder die Flüchtlinge, die das Chaos auf der Domplatte für sexuelle Übergriffe ausgenutzt haben, abgeschoben gehören. Das hoffen sie womöglich mit einer Anzeige zu beschleunigen."

Darüber lässt sich streiten, natürlich. Aber nicht so, wie Broder es hier gemacht hat.

Nicht nur auf die beiden Frauen geht er übrigens los, sondern auch auf Linke-Politiker Oskar Lafontaine, der sei sogar "noch bekloppter, irrer und verkommener".

Lafontaine hatte gesagt, dass "die Armen im Vorderen Orient" keine Bomben hätten, "sie haben keine Raketen, sie haben keine Heere, die sie auf den Weg bringen können, um ihre Interessen zu wahren – und dann greifen sie zum Selbstmordattentat. Das zeigt doch die ganze Perversion unserer Weltordnung, dass sich Menschen nur so noch wehren können."

Broders schlichter Kommentar: "Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein. Lafontaine ist mit seiner Sahra schon genug gestraft. Er muss sich nicht in die Luft sprengen."

Auch auf HuffPost:

Lafontaine klagt an: Angela Merkel hat die Flüchtlingskrise erst verursacht

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