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12/01/2016 09:51 CET | Aktualisiert 10/03/2016 06:25 CET

Ex-Bodybuilderin zeigt, wie sie jetzt aussieht und bekommt 100.000 Likes

Molly Galbraith postet auf Facebook selbstbewusst ein Bild von sich im Bikini
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Molly Galbraith postet auf Facebook selbstbewusst ein Bild von sich im Bikini

Etwas ganz Entscheidendes ist Molly Galbraith aufgefallen, als sie am 1. Januar aufgewacht ist: 2016 war das erste Mal, dass sie sich nicht den Vorsatz gefasst hat, etwas an ihrem Körper zu ändern. Und damit macht sie Tausenden von Frauen Mut ihren Körper so zu lieben, wie er ist.

"Von Frauen, für Frauen"

Nachdem sie bemerkte, wie entscheidend dieses neue Gefühl ist, hat sie sich direkt dazu entschieden, ein Foto von sich im Bikini auf ihrer Facebook-Seite zu posten. Zusammen mit dieser Botschaft:

"Das ist mein Körper.

Es ist kein Vorher-Bild.

Es ist kein Nachher-Bild.

Das ist einfach nur wie mein Körper an einem ganz normalen Dienstag im Dezember 2015 aussieht. - Es ist ein Bild aus dem LEBEN.

Dieser Körper liebt Proteine, Gemüse, Chili con Queso und Eiscreme.

Dieser Körper liebt bent presses, pull-up, deadlifts und Schlaf.

Dieser Körper wurde durch Fast Food, lange Nächte und Stress strapaziert.

Dieser Körper wurde so sehr gepusht, dass er bei Figur-Wettbewerben und beim Gewichtheben mithalten konnte.

Dieser Körper bettelte um Gnade, als er die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis und POCS erhielt.

Dieser Körper wurde

- zu fett

- zu dünn

- zu maskulin

- zu stark

- zu schwach

- zu dick

- zu schlank

genannt. Und das alles innerhalb einer Woche.

Dieser Körper wurde öffentlich beurteilt, kritisiert und bemäkelt. Dieses Urteil wurde gefällt, um meine Fähigkeiten als Coach und Trainerin, und den 'Wert meiner Person' festzulegen, sowohl positiv, als auch negativ.

Einige Leute sagen, sie würden 'töten', um diese Figur zu haben.

Andere sagen, sie würden 'sich selbst töten', wenn sie diesen Körper hätten.

(Ja, leider sagen Menschen tatsächlich solche Dinge zueinander.)

Das ist ein Körper, der mich zu viel Zeit, Energie und mentale Kraft gekostet hat, habe ich mir doch gewünscht, er würde anders aussehen.

Und heute?

Heute ist dies ein Körper, der geliebt, bewundert, wertgeschätzt wird, und zwar von der Person, auf die es wirklich ankommt. Das bin ICH.

Sofern ich mich richtig erinnere, ist dies das erste Jahr, in dem ich KEINE Neujahrsvorsätze gemacht habe, die mein Aussehen betreffen. Das ist eine Form von Freiheit, die ich nie zuvor erlebt habe. Und es fühlt sich richtig, richtig gut an."

This is my body. This not a before picture. This is not an after picture.This just happens to be what my body looks...

Posted by Molly Galbraith on Friday, 1 January 2016


Das erinnert uns an dieses Video, das zeigt, wie bescheuert es ist, an unserem Aussehen rumzumeckern:

Seit der Veröffentlichung am 1. Januar wurde Mollys Foto mehr als 113.000 Mal geliked. Galbraith teilt in der Informationsbox außerdem mit ihrer Gemeinschaft, dass bei ihr das Hashimoto-Thyreoiditis, einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, diagnostiziert wurde. Außerdem leidet sie an dem polyzystischen Ovar-Syndrom (POCS), einer Stoffwechselstörung. Sie beschreibt, wie sich ihr Körper im Laufe der Jahre geändert und entwickelt hat.

molly gilbraith

Galbraith sagte der Amerikanischen Huffington Post, sie hoffe andere Frauen davon zu überzeugen, dass es sich nicht lohnt, unerreichbaren Schönheitsidealen nachzueifern. Außerdem will sie ihnen vermitteln, dass es kein Fehler ist, Selbstvertrauen zu haben und sich in seinem Körper wohl zu fühlen.

"Wir sagen Frauen, sie sollen selbstbewusst sein und wenn sie es sind, müssen sie sich mit der Meinung der Welt herumschlagen, die versucht, genau dieses Selbstbewusstsein wieder zu zerstören".

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Huffington Post USA und wurde von Christine Waliczek aus dem Englischen übersetzt.

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