LIFE
11/01/2016 12:55 CET

Daran erkennst du, ob du nur traurig bist - oder ob es eine Depression ist

Young woman standing by window
Tara Moore via Getty Images
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Depressionen sind ein weitaus größeres Problem als viele denken. Etwa jeder fünfte Deutsche erkrankt mindestens einmal im Leben an einer Depression, die einer Behandlung bedarf. Die Zahl der Menschen, die gar nicht wissen, dass sie erkrankt sind, ist sogar noch viel höher.

Die Krankheit wird aus unterschiedlichen Gründen sehr häufig unterschätzt. Nicht nur werden die Symptome von Depressionen übersehen - sie treten auch bei jedem Patienten in anderer Form auf.

Wie kann man also unterscheiden, ob man depressiv ist oder nur gerader eine schlechte Zeit hat? Ein TED-Video erklärt sehr anschaulich, welche Symptome auf eine Depression hindeuten.

Fast jeder fühlt sich von Zeit zu Zeit schlecht. Eine schlechte Schulnote, der Verlust eines Jobs, ein Streit oder sogar ein regnerischer Tag können Gefühle von Traurigkeit verursachen.

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Manchmal gibt es auch gar keinen Grund für Traurigkeit - sie ist einfach da. Bei gesunden Menschen gehen diese Gefühle vorüber. Bei einer klinischen Depression bleiben sie jedoch - manchmal wochen- oder monatelang. Die Traurigkeit verschwindet nicht, nur weil der Betroffene sich das wünscht.

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Depressionen beeinflussen das Leben eines Menschen signifikant. Sie lähmen seine Fähigkeiten im Job, erschweren Beziehungen und Freundschaften. Die Symptome können dabei sehr vielfältig sein und sie werden häufig falsch interpretiert.

Viele Menschen wissen nicht, dass auch körperliche Schmerzen, Gewichtsschwankungen, Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen auf Depressionen hindeuten können. Weitere Anzeichen sind Rastlosigkeit, Schlafmangel oder zu viel Schlaf, Desinteresse an Dingen, die normalerweise Freude bereiten, starke Schuldgefühle oder das Gefühl, wertlos zu sein, Mangel an Energie und wiederkehrende Selbstmordgedanken.

Wer mindestens fünf dieser Symptome hat, kann die Diagnose Depression bekommen.

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Die Ursachen von Depressionen müssen nicht immer psychisch bedingt sein. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Depressionen auch durch Entzündungen im Gehirn oder durch ein Ungleichgewicht aufgrund fehlender Chemikalien im Gehirn entstehen können. Diese sind: Serotonin, Dopamin, Adrenalin oder Noradrenalin.

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Du fragst dich, wie du einem Menschen mit Depressionen helfen kannst? Akzeptiere seine Depression als eine Krankheit, die Behandlung benötigt und nicht von allein verschwinden wird.

Hilf demjenigen, Hilfe zu finden. Sprich offen mit ihm, aber vermeide es, deine Erfahrungen mit Traurigkeit mit seinen Depressionen zu vergleichen, falls du selbst nie unter Depressionen gelitten hast.

Und denk dran: Nur weil jemand depressiv ist, ist er nicht verrückt. Du kannst ganz normal mit ihm umgehen.

Seht euch hier das gesamte Ted-Ed-Video an:

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