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11/01/2016 05:29 CET | Aktualisiert 11/01/2016 05:32 CET

"Philae": DLR will Landerobotor wachrütteln

"Philae" auf dem Planeten "Tschuri" - kann der Landeroboter wachgerüttelt werden?
ESA/ATG medialab/dpa
"Philae" auf dem Planeten "Tschuri" - kann der Landeroboter wachgerüttelt werden?

Seit September wartet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vergeblich auf ein Zeichen des Roboters "Philae" auf dem Kometen "Tschuri". Jetzt versuchen deutsche Raumfahrtexperten den kleinen Landeroboter mit einem neuen Signal zu wecken. Ob sich "Philae" dann wieder meldet?

Die Hoffnung sind auch mit dem Weckruf gering. "Der Komet bewegt sich immer weiter von der Sonne weg", sagte "Philae"-Projektleiter Stephan Ulamec am Freitag. Die Temperaturen fallen, spätestens Ende Januar werden die Bedingungen "Lander-feindlich".

Die Muttersonde des Landers, "Rosetta", hat es seit dem 9. Juli nicht mehr geschafft, eine Verbindung zu dem Roboter aufzubauen. Das Kommando am Sonntag soll ein Drallrad im Innern von "Philae" in Bewegung setzen. Bei der Landung 2014 sorgte dieses laut DLR dafür, dass sich der Roboter beim Abstieg stabilisierte. Nun - so die Hoffnung - soll es ihm einen neuen Impuls verleihen.

"Im besten Fall rüttelt 'Philae' sich dadurch frei, Staub auf den Solarpaneelen fällt ab, und er steht besser zur Sonne ausgerichtet", erläuterte der technische Projektleiter Koen Geurts.

Das DLR-Team weiß derzeit nicht, in welchem Zustand der Landeroboter auf dem Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" steht. Es gibt verschiedene Szenarios:

  • Entweder es ist einer der beiden Sender und einer der beiden Empfänger ausgefallen.
  • Oder der Lander ist umgekippt.
  • Auch möglich "Philae" ist zu sehr von Staub bedeckt.

Zu Ende wäre die "Rosetta"-Mission aber ohne das Funktionieren von "Philae" noch nicht: Das DLR rechnet damit, dass die Muttersonde Bilder sendet, die über den Zustand des Landeroboters Auskunft gibt.

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