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10/01/2016 15:23 CET | Aktualisiert 11/01/2016 03:01 CET

Nasa: Ungewöhnliche Bewegungen auf dem Pluto gesichtet

Seit dem 14. Juli 2015 zeichnet die Raumsonde "New Horizons" gestochen scharfe Bilder vom Zwergplaneten Pluto auf;

An Weihnachten bekamen funkte das Raumfahrzeug diese Bilder an die NASA, die ungewöhnliche Bewegungsmuster auf der Oberfläche des Planeten zeigen:

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Den Forschern zufolge soll der zu sehende schwarze Klumpen ein "dreckiger Eisberg" sein, der über die eisbedeckte Oberfläche des Planeten "fließt" und aus dichtem Stickstoff bestehe. Die Bewegungen dieser festen "Berge" können sich Forscher so erklären, dass sich tief im Inneren des Planeten ein Stickstoff-Reservoir befindet, das die Blöcke mit großer Hitze an die Oberfläche aufsteigen lässt, auf der sie sich dann bewegen und abkühlen, um dann wieder abzusinken.

Ein ungewöhnliches X ist zu sehen

Der Leiter des Geologie-Teams der "New Horizons"-Mission, Wlliam McKinnon verglich das Phänomen mit einer Lavalampe in der Größenordnung der kanadischen Hudson Bay. Diese umfasst etwa 1,23 Millionen Quadratkilometer und entspricht damit der 3,5-fachen Größe Deutschlands. Der Vorgang entwickle sich innerhalb von mehreren Millionen Jahren.

Das ungewöhnliche X, das sich neben dem Eisberg befindet, stellt laut den Forschern eine Formation dar, die den Übergang eines Eisberges darstellt. So verändert sich bei einer solchen Sublimation der Aggregatzustand des Berges von fest zu gasförmig.

Die Ebene ist nicht flach

Die Ebene, auf der sich dieses Phänomen vollzieht, heißt Sputnik Planum und grenzt an die ebenfalls sichtbaren Al-Idrisi-Berge. Sie ist aber nicht, wie aufgrund der Bilder vermeintlich anzunehmen, flach, sondern kann an manchen Stellen bis zu 100 Meter hoch werden.

Die ersten Bilder wurden im Juli von der Sonde in einem Abstand von etwa 17.000 Kilometern aufgenommen - so nah war sie seit dem nicht mehr an den Planeten heran gekommen. Die Bilder, die etappenweise an die Forschungsteams von "New Horizons" gesendet werden, müssen dabei einen 4,8 Milliarden Kilometer langen Weg zurücklegen.

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