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08/01/2016 06:18 CET | Aktualisiert 08/01/2016 09:20 CET

Festnahme: Polizei findet Drohbotschaften bei Kölner Tatverdächtigen

Picture taken on December 31, 2015 shows people gathering in front of the main railway station in Cologne, western Germany.
Police in Cologne told AFP they have received more than 100 complaints by women reporting assaults ranging from groping to at least one reported rape, allegedly committed in a large crowd of revellers during year-end festivities outside the city's main train station and its famed Gothic cathedral. / AFP / dpa / Markus Boehm / Germany OUT        (Photo credit should read MARKUS BOEHM/AFP/Getty Images)
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Picture taken on December 31, 2015 shows people gathering in front of the main railway station in Cologne, western Germany. Police in Cologne told AFP they have received more than 100 complaints by women reporting assaults ranging from groping to at least one reported rape, allegedly committed in a large crowd of revellers during year-end festivities outside the city's main train station and its famed Gothic cathedral. / AFP / dpa / Markus Boehm / Germany OUT (Photo credit should read MARKUS BOEHM/AFP/Getty Images)

Festnahme nach der Gewalt-Nacht von Köln: Kurz nach Mitternacht haben Beamte der Kölner Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Sie stammen aus Nordafrika, wie "Focus Online" berichtet.

Die Männer wurden hinter dem Hauptbahnhof, wo an Silvester ein gewalttätiger Mob gewütet hatte, kontrolliert. Dabei entdeckten die Polizisten Videos der Gewaltorgie auf den Handys der Verdächtigen.

Zudem fanden sie Zettel mit Kritzeleien in ihren Taschen. Darauf standen Worte in Arabisch sowie deutsche Satzfragmente. Zu lesen ist eine üble Drohbotschaft: "Ich töte Dich", heißt es auf dem Zettel. Die weiteren Sätze sind Anzüglichkeiten: "Ich will ficken", "große Brüste", "ich will dich küssen". Weiterhin stand das französische oder englische Wort "Surprise" ("Überraschung") auf den Blättern.

Die Männer wurden in Gewahrsam genommen und sollen heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Eine Sonderkommission soll die auf den Handys gespeicherten Videos auswerten. Sie sollen unter anderem sexuelle Übergriffe auf Frauen zeigen.

Die Vermutung der Polizei: Die Aktionen in der Gewalt-Nacht waren organisiert. Rund 180 Männer waren vorrangig für die Ereignisse verantwortlich, wie Ermittler dem Bericht zufolge schätzen.

Insgesamt wurden mittlerweile 18 Menschen wegen Verdachtsmomenten im Zusammenhang mit der Silvesternacht festgenommen. Die Kölner Polizei äußerte sich zunächst nicht. Schon in den vergangenen Tagen sagte ein Sprecher der Polizei, dass viele der Verdächtigen über Frankreich eingereist seien.

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