POLITIK
08/01/2016 08:03 CET | Aktualisiert 08/01/2016 09:49 CET

Ermittler orten gestohlene Handys der Kölner Silvesternacht in Flüchtlingsheimen

Die Ermittlungen der Polizei gegen die Täter von Köln machen Fortschritte
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Die Ermittlungen der Polizei gegen die Täter von Köln machen Fortschritte

Die Zahl der Strafanzeigen im Zusammenhang mit der Silvesternacht in Köln ist erneut deutlich angestiegen. Nach Informationen des "Spiegel" gingen bis Donnerstag insgesamt rund 200 Anzeigen ein. Die meisten kamen von Frauen, viele wegen sexueller Angriffe.

Brisant: "Inzwischen konnten einige in der Silvesternacht gestohlene Handys geortet werden. In manchen Fällen führte deren Spur in Flüchtlingsheime oder deren unmittelbares Umfeld", berichtet der "Spiegel".

Damit scheinen sich die Vermutungen der vergangenen Tage zu bestätigen. Zwar wurde immer wieder gemutmaßt, dass unter den Verdächtigen Flüchtlinge seien. Offiziell bestätigt war das aber bisher nicht.

Das hat sich jetzt aber geändert, wie "Reuters" berichtet. Bei zwei Drittel der von der Bundespolizei in der Kölner Silvesternacht festgestellten Tatverdächtigen handelt es sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums um Asylbewerber, wie die Nachrichtenagentur berichtet.

Die Bundespolizei habe 31 Verdächtige namentlich identifizieren können, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Berlin. Unter ihnen seien 18 Asylbewerber, deren Nationalität der Sprecher allerdings nicht aufschlüsselte. Insgesamt seien unter den Verdächtigen neun Algerier, acht Marokkaner, vier Syrer, fünf Iraner, ein Iraker, ein Serbe, ein Amerikaner und zwei Deutsche.

In der vergangenen Nacht hat die Kölner Polizei zudem zwei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, an den Überfällen vor dem Hauptbahnhof beteiligt gewesen zu sein. Bei ihnen wurden Zettel gefunden, auf denen Übersetzungen arabischer Ausdrücke stehen wie "ich töte dich" oder "ich will Sex haben".

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