POLITIK
07/01/2016 08:10 CET | Aktualisiert 07/01/2016 14:37 CET

"Frauen sind für sie nur Schlampen": So erklärt SPD-Politiker Heinz Buschkowsky die Sex-Attacken an Silvester

Die Übergriffe der Silvesternacht lösen eine Debatte über Gewalt gegen Frauen aus
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Die Übergriffe der Silvesternacht lösen eine Debatte über Gewalt gegen Frauen aus

Die schockierenden Sex-Angriffe in der Silvesternacht haben eine Debatte über die Folgen des Ereignisses losgetreten. Dabei mischt sich die politische Stimmung mit Vorurteilen.

Mehr oder weniger sachlich mündet das Gespräch in die Frage: Haben Männer aus dem migrantischen Milieu Frauen belästigt, WEIL sie dem migrantischen Milieu entstammen?

Nun meldet sich in dem Fall der ehemalige Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), zu Wort - bekannt für deutliche Worte in Bezug auf Integration und Einwanderung. Im Deutschlandfunk bezieht Buschkowsky Stellung zu den Tätern von Köln: Es gebe Menschen, sagt er, "die ein völlig anderes Frauenbild haben, als es bei uns üblich ist, bei denen das Menschsein eigentlich nur beim Mann beginnt".

Frauen, die sich zu später Uhrzeit noch auf der Straße bewegten, seien in deren Augen "sowieso Schlampen". "Und wenn es sich dann noch um deutsche Frauen handelt, dann sind sie eh Freiwild."

Einen religiösen Hintergrund kann Buschkowsky bei den Taten nicht erkennen - im Gegensatz zu vielen Menschen im Netz. Als Täter macht der Politiker hingegen eher junge Männer mit sehr "uneuropäischem Weltbild" aus. Diese seien "selten fleißige Moscheebesucher, aber es hat schon einen kulturellen Hintergrund, nämlich den, welche Stellung man hat".

Es handle sich um Menschen, "die aus einem gnadenlosen Patriarchat kommen" und keinerlei Hemmungen bei Taten hätten, wie sie vor dem Kölner Hauptbahnhof, auf der Hamburger Reeperbahn und in anderen Städten geschehen sind: grapschen, küssen, beleidigen.

"Eine Antwort, die weh tut", fordert Buschkowsky als Konsequenz für die Täter - 30 Tage Freiheitsentzug hätten keine abschreckende Wirkung. Zur Vorbeugung sei außerdem eine ausgedehnte Videoüberwachung erforderlich sowie eine stärkere Polizeipräsenz.

Zudem warnt Buschkowsky davor, bei Verdächtigen mit Flüchtlingsstatus falsche Rücksicht zu üben: "Es kann nicht sein, dass die Ermittlung von Straftaten davon abhält, welchen Aufenthaltsstatus ein Mensch im Land hat."

Härte erwartet der SPD-Mann demnach auch gegenüber Menschen, die schon länger in Deutschland leben. Gewaltorgien seien "auch ein Produkt von Parallelgesellschaften", weil "Integration zur Spaßveranstaltung erklärt wurde". Diese sei aber Aufgabe des Staats.

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