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06/01/2016 07:09 CET | Aktualisiert 06/01/2017 06:12 CET

"Nichts böse gemeint": Til Schweiger reagiert auf "Tatort"-Shitstorm

Til Schweiger antwortet auf den Shitstorm
ASSOCIATED PRESS
Til Schweiger antwortet auf den Shitstorm

An Til Schweigers "Tatort"-Episoden "Der große Schmerz" und "Fegefeuer" scheiden sich die Geister. Der Schauspieler selbst hatte nach der letzten Folge die Arbeit von Regisseur Christian Alvart schier überschwänglich gelobt und dem Regisseur bescheinigt, "ein Stück deutsche Fernsehgeschichte" geschaffen zu haben.

Da Schweiger zugleich gegen "Trottel" und "Neider" ausgteilte, die den Action-Krimi mit schlechten Kritiken bedachten, ließ der Shitstorm nicht lange auf sich warten. Selbst Ex-Fußballer Hans Sarpei schaltete sich via Facebook in die Debatte ein: Er schrieb, dass es der Filmstar eigentlich nicht nötig habe, öffentlich gegen Branchen-Kollegen und Kritiker auszuteilen.

"Ich habe überhaupt nichts böse gemeint"

In der "Bild"-Zeitung verteidigte Schweiger seinen Facebook-Post: "„Ich habe überhaupt nichts böse gemeint. Ich hab halt meinem Ärger Luft gemacht, so wie ich das immer mache." Der Schauspieler betonte, dass er nur die Arbeit von Christian Alvarts würdigen wollte.

Auch zu seiner Aussage "Deutschland bleibt das Land der Neider" steht er nach wie vor. Er wolle zwar nicht verallgemeinern: "Neid ist eine menschliche Eigenschaft, die gibt es in jedem Land der Welt. Aber wenn ich mich festlegen müsste, in welchem Land der Neid erfunden wurde, dann würde ich sagen: in Deutschland", sagt Schweiger. Lediglich den Begriff "Trottel" würde er im Nachhinein durch "ahnungslos" ersetzen - "Das wäre pietätvoller gewesen."

Ursachensuche für die enttäuschenden Quoten

Auch zu den zwar soliden, letztlich aber doch enttäuschenden Einschaltquoten der "Tatort"-Doppelfolge hat sich Schweiger seine Gedanken gemacht: Zum einen führt er diese auf die Verschiebung nach den Terroranschlägen von Paris zurück. "Was auch nicht geholfen hat, war, dass der vierte Teil nicht wie geplant als Überraschung mit der gestürmten Tagesschau begonnen hat", meint der 52-Jährige.

Zu viel Gewalt?

Die Hauptursache, die Schweiger für die mauen Quoten ausmacht, überrascht dann doch etwas: "Das liegt einfach daran, dass zumindest die letzten beiden Teile zu gewalttätig angefangen haben", erklärt der Schauspieler.

"Das wollen die Leute dann wohl gerade zu der Jahreszeit nicht sehen. Da schauen sie dann lieber das 'Traumschiff'", vermutet er. "Im Endeffekt muss man akzeptieren, dass es eine Menge Menschen gibt, die keine Lust auf gewalttätige Filme haben. Daraus muss man seine Lehren ziehen. Entweder machen wir auf Teufel komm raus so weiter, oder wir ändern was."

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