POLITIK
06/01/2016 11:34 CET

Warten auf den Kreml-Chef: Kommt Putin nach München?

ALEXEY DRUZHININ via Getty Images
Putin soll auf der Münchener Sicherheitskonferenz sprechen

Im Jahr 2007 sprach Wladimir Putin als bisher erstes russisches Staatsoberhaupt auf der Münchener Sicherheitskonferenz. Damals sorgte er mit seiner Rede für Furore, in der er dem Westen und besonders den USA schwere Vorwürfe machte. Neun Jahre später könnte der Kreml-Chef im Februar in der bayerischen Hauptstadt sein Comeback feiern. Die Organisatoren der Münchner Sicherheitskonferenz hoffen auf eine Teilnahme des russischen Präsidenten in diesem Jahr.

Gesprächsthemen gäbe es zur Genüge: "Erläuterungen von Putin persönlich zu den Gründen für die russische Politik in Syrien, aber auch in der Ukraine wären besonders interessant. Denn er allein entscheidet in Moskau", erklärte Konferenzchef Wolfgang Ischinger gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Das weltweit wichtigste informelle Treffen zur Sicherheitspolitik findet vom 12. bis 14. Februar in München statt. Auf seine Einladung an Putin hat Ischinger noch keine verbindliche Antwort bekommen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat allerdings schon zugesagt.

Ischinger hatte Putin auch schon im vergangenen Jahr trotz der vom Westen scharf verurteilten Annexion der Krim nach München eingeladen. "Die Münchner Sicherheitskonferenz hat über 50 lange Jahre hinweg den Ruf größtmöglicher Unabhängigkeit erworben, das ist unser Markenzeichen», sagte er zur Begründung. "Deshalb kommen alle gerne, um ganz informell Lösungen zu den aktuellen Krisen und Konflikte zu sondieren."

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