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06/01/2016 07:12 CET | Aktualisiert 06/01/2016 09:38 CET

Drei Verdächtige nach Gewalt in Köln ermittelt, weitere Anzeige wegen Vergewaltigung

dpa
Drei Verdächtige nach Gewalt in Köln ermittelt

Nach den sexuellen Übergriffen in Köln in der Silvesternacht hat die Polizei drei Verdächtige ermittelt. Das sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. Zunächst war fälschlich gemeldet worden, die mutmaßlichen Täter seien bereits festgenommen worden.

Details wollte er nicht nennen, weil dies die schwierigen Ermittlungen gefährden könnte.

Die Verdächtigen könnten zu einer größeren Gruppe gehören, die in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof Frauen belästigt, misshandelt und ausgeraubt haben soll. Inzwischen gingen nach Polizeiangaben in Köln mehr als 100 Anzeigen von mutmaßlichen Opfern ein, davon haben drei Viertel einen sexuellen Hintergrund. Zwei Drittel der Opfer seien zum Feiern in die Domstadt gereist, hieß es.

Inzwischen ist bei der Polizei eine zweite Anzeige wegen Vergewaltigung eingegangen. Das sagte der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers dem Radiosender WDR 5.

Die Polizei spricht von einer sehr schwierigen Beweisführung. Das liege vor allem an der "Gemengelage" in der Silvesternacht. Augenzeugen und Opfer hatten nach den Übergriffen ausgesagt, die Täter seien dem Aussehen nach größtenteils nordafrikanischer oder arabischer Herkunft.

Die Polizei prüft eine mögliche Absprache vor den Übergriffen in Köln und ähnlichen Vorfällen in Hamburg. "Das Ganze scheint abgesprochen gewesen zu sein", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas am Mittwoch. So etwas geschehe nicht aus dem Nichts, es müsse jemand dahinterstecken.

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