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05/01/2016 13:11 CET | Aktualisiert 22/01/2016 14:06 CET

Russland glaubt: IS setzt in Syrien Chemiewaffen ein

dpa
Russland glaubt: Der IS setzt in Syrien Chemiewaffen ein

Moskau hält es für sehr wahrscheinlich, dass der Islamische Staat in Syrien Chemiewaffen einsetzt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur "RIA Novosti". Sie bezieht sich auf Mikhail Ulyanov, Direktor der Abteilung für Waffenkontrolle des russischen Außenministeriums.

Ulyanov forderte auch eine Untersuchung von möglichen Giftgaslieferungen von der Türkei nach Syrien. Er verwies auf Beweise, die kürzlich ein türkischer Parlamentarier präsentiert hatte.

Dass tatsächlich immer noch Chemiewaffen in Syrien eingesetzt werden, bestätigt ein UN-Bericht. Das Assad-Regime behauptet, seine eigenen Bestände zerstört haben, meldet aber selbst neue Vorfälle.

Der Vorwurf an sich ist nicht neu: Das syrische Regime und oppositionelle Rebellengruppen beschuldigen sich immer wieder gegenseitig, im Bürgerkrieg Giftgas einzusetzen. Dabei halten es Experten aber nicht für wahrscheinlich, dass die Rebellen die Mittel besitzen.

Die in Den Haag ansässige "Organisation für das Verbot von Chemiewaffen" (OPWC) hat allerdings bei bisherigen Missionen in einer Stadt, in der sich der Islamische Staat und eine Rebellengruppe bekämpft hatten, Beweise gefunden, dass Senfgas eingesetzt wurde.

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