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05/01/2016 11:52 CET | Aktualisiert 06/01/2016 03:08 CET

Das passiert jetzt mit dem Karneval in Köln

Nach den Übergriffen an Silvester: So bereitet sich Köln auf Karneval vor
Maja Hitij/dpa
Nach den Übergriffen an Silvester: So bereitet sich Köln auf Karneval vor

Köln ist geschockt. Dutzende Frauen sollen in der Silvesternacht auf dem Bahnhofsvorplatz aus einer Gruppe von etwa 1000 Männern heraus angegriffen worden sein. Die Polizei hatte von Sexualdelikten in massiver Form und von einer Vergewaltigung gesprochen. Und das nur Wochen vor Karneval.

Was passiert nun? Als Konsequenz aus den Übergriffen will die Stadt Köln ihre Sicherheitsvorkehrungen für Großveranstaltungen verschärfen - auch zu Karneval.

"Wir haben heute Morgen gemeinsam Maßnahmen entwickelt, die dazu führen sollen, dass es solche Vorfälle hier nie wieder gibt", sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). "Ebenso wichtig ist aber auch, dass wir uns das Karnevalfeiern nicht nehmen lassen durch solche Vorfälle."

"Verhaltensregeln" sollen dabei helfen, dass sich die Silvester-Übergriffe im bunten Karnevalstreiben nicht wiederholen. Das berichtet die "Rheinische Post". Spezielle Hinweise gibt es dabei wohl zum einen für junge Frauen und Mädchen ("damit ihnen solche Dinge nicht widerfahren").

Die Idee ist nicht neu, das Regelwerk für Frauen und Mädchen ebenso nicht. Derzeit wird es aktualisiert, danach sind dann online Tipps wie diese zu finden:

  • Zu Fremden eine Armlänge Distanz halten.
  • Innerhalb der eigenen Gruppe bleiben und sich von dieser nicht trennen lassen.
  • Im Notfall konkret Umherstehende um Hilfe bitten und als Zeuge eingreifen oder die Polizei informieren.

Zudem soll es Hinweise für Karnevalisten "aus anderen Kulturkreisen" geben. Es dürfe nicht verwechselt werden, "was ein fröhliches Verhalten ist in Köln und was mit Offenheit, insbesondere sexueller Offenheit überhaupt nichts zu tun hat". So war die Erklärung der Oberbürgermeisterin.

Ob sich durch solche Regelungen derartige Zwischenfälle ausschließen lassen, sei aber fraglich, hieß es.

Dazu soll auch die Polizei beitragen. "Nun werden wir deutlich die Präsenz erhöhen", sagte Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers. Die Polizei werde sowohl uniformierte als auch zivile Kräfte einsetzen und mobile Videoanlagen einrichten. Und im Notfall gilt auch dann: 110 wählen.

Mit dpa-Material

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