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05/01/2016 15:40 CET | Aktualisiert 05/01/2016 16:38 CET

Köln: Jagd auf Ausländer geplant?

Die Demo gegen Gewalt an Frauen in Köln verlief am Dienstag friedlich.
Oliver Berg/dpa
Die Demo gegen Gewalt an Frauen in Köln verlief am Dienstag friedlich.

Köln steht möglicherweise eine heiße Nacht bevor. Rechtsextreme sollen sich derzeit bei Facebook sammeln, um in Köln Jagd auf Ausländer zu machen. Davor warnt die Antifa Köln.

Hintergrund: An Silvester sollen viele Frauen von Männern, die dem Aussehen nach wohl aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum stammen, belästigt und vergewaltigt worden sein. Darauf reagieren nun verschiedene Gruppen am Dienstagabend.

Nach Informationen der Antifa wurde in Facebook die Gruppe „Altstadtspaziergang“ gegründet. Deren Mitglieder wollen am Dienstagabend oder auch am Wochenende "so etwas wie eine Jagd auf Schwarze in der Kölner Innenstadt um den Hauptbahnhof herum zu machen. Bei den Mitgliedern der Gruppe handelt es nach erstem Anschein um Leute aus dem Hooligan-, Türsteher- und Rotlicht-Milieu", heißt es in der Antifa-Mitteilung.

Auch andere Gruppen wie "Pro Bewegungen" sollen demnach zu einer ähnlichen Aktion am Mittwoch aufgerufen haben. Das berichtet der "Kölner Stadtanzeiger".

Bei der Demo gegen Gewalt an Frauen am Dienstag gegen 18 Uhr hingegen waren rechtsextreme Gruppen ausdrücklich nicht erwünscht. Trotzdem wurden auch dort Mitglieder solcher Gruppen gesehen und waren von der Polizei am Bahnhof des Platzes verwiesen worden:



Trotzdem: Die Demonstration verlief laut den sozialen Medien friedlich ab. Verschiedene Organisationen hatten diese am Dienstag angemeldet.

80 Personen waren vor dem Köln erwartet worden. Am Ende sollen nach Twitter-Meldungen sogar zwischen 300 und 500 Menschen gekommen sein.



Gegen 19.30 Uhr war die Demonstration beendet worden. Friedlich. Ob das so bleibt werden die kommenden Stunden zeigen.

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