POLITIK
04/01/2016 10:00 CET | Aktualisiert 04/01/2016 10:39 CET

Abschuss von Flug MH17 über der Ukraine: 20 russische Soldaten enttarnt

dpa

Vom Amsterdamer Flughafen hob am 17. Juli 2014 die Boeing der Malaysia Airlines mit Ziel Kuala Lumpur ab. Aber Flug MH17 erreichte nie sein Ziel. Wenige Stunden nach dem Start wurde der Jet über der Ostukraine von einer Rakete abgeschossen. Alle 298 Menschen an Bord starben. Die meisten von ihnen waren Niederländer.

Wer die Verantwortung für die Katastrophe trägt, ist bis heute nicht geklärt.Auch eine Untersuchung von niederländischen Ermittlern ergab nur, dass eine Rakete das Flugzeug traf. Ob die von ukrainischen oder russischen Soldaten (beziehungsweise Soldaten der pro-russischen Aufständischen) abgeschossen wurde, ist bis heute ungeklärt.

Dabei deutet alles darauf hin, dass die Rakete von einem russischen Raketenwerfer abfeuert wurde. Das jedenfalls fand das Netzwerk Bellingcat in einer monatelangen Recherche heraus. Jetzt gibt es neue Anhaltspunkte dafür, dass Russland zumindest indirekt mit dem Abschuss zu tun hat.

Laut dem Bellingcat-Gründer Eliot Higgins haben er und seine Mitarbeiter jetzt 20 Soldaten identifiziert, deren Brigade den Raketenwerfer transportiert haben soll. Die russischen Soldaten würden denjenigen vermutlich kennen, der die Rakete abgeschossen hat. Vielleicht befinde sich der Täter sogar unter den Soldaten, sagte Higgins im niederländischen Fernsehen.

Higgins und seine Rechercheure haben ihre Erkenntnisse jetzt an die niederländischen Ermittler weitergeleitet. Die suchen seit dem Absturz nach der genauen Ursache und nach dem Täter. Bellingcat will demnächst die neuen Erkenntnisse auch in einem Report veröffentlichen.

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