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04/01/2016 10:29 CET | Aktualisiert 04/01/2016 11:53 CET

Legal Highs: Giftexperten warnen vor Nebenwirkungen

Jeff Rotman via Getty Images
Woman Smoking Marijuana Joint

Kräutermischungen und Badesalze anstatt Drogen: "Legal Highs" tarnen sich mit harmlosen Namen, beinhalten aber Betäubungsmittel. Und: Die Nebenwirkungen sind oft schwerwiegend, warnt Uwe Stedtler von der Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg. Das berichten nun verschiedene Medien.

Ein Grund: Meist sind die Inhaltsstoffe der Kräutermischungen und Lufterfrischer nicht im Detail bekannt - und das macht die Behandlung der Vergiftungssymptome so problematisch. Eine zunehmende Herausforderung für Giftnotrufzentralen - aus zwei Gründen:

  • Zunächst gibt es immer mehr Anrufe diesbezüglich: Allein bei synthetischen Cannabinoiden, die in Kräutermischungen enthalten sind, habe sich die Zahl der Anrufe im Südwesten gegenüber 2014 auf rund 120 verdoppelt, sagt Stedtler bei "n24".
  • Andererseits bergen die synthetischen Betäubungsstoffe deutlich schwerere Nebenwirkungen als vergleichbare Drogen auf pflanzlicher Basis. So kommt es bei den Kräutermischungen häufiger zu Herzrhythmusstörungen und epileptischen Anfällen als bei Cannabis, erklärt der Experte. Die sogenannten "Badesalze" (sie beinhalten Amphetamine und Halluzinogene) können demnach ähnliche Nebenwirkungen zur Folge haben.

Die Giftnotrufzentrale ist ein 24-Stunden-Notfall-Service für jeden, der Informationen im Zusammenhang mit Vergiftungen und Drogen sowie zu Medikamentenwirkungen braucht. In Deutschland gibt es insgesamt acht dieser Einrichtungen. Die Telefonnummern findet ihr hier auf einen Blick.

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