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02/01/2016 08:14 CET

Kurz vor Schumachers Geburtstag: So spricht sein früherer Teamchef Ross Brawn über den Ex-Formel-1-Star

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Zwei Erfolgsgaranten unter sich

Zu Michael Schumachers Legendenstatus in der Formel 1 ist eigentlich alles gesagt: Mit sieben WM-Titeln ist Schumi Rekordchampion. 306 Mal ging er in der Formel 1 an den Start und fuhr bei 91 Rennen als erster über die Ziellinie. Mehr als zwei Jahre nach seinem schweren Skiunfall und kurz vor seinem 47. Geburtstag, lässt nun sein früherer Teamchef Ross Brawn die Karriere Revue passieren.

In einer ARD-Doku erklärte Brawn, Schumachers Einfluss sei in der Motorsport-Szene noch immer spürbar. Der Rekordweltmeister habe neue Maßstäbe gesetzt, an denen sich die Fahrer bis heute orientierten. "Seine Fitness war erstaunlich. Ich erinnere mich noch an die Anfänge. Da standen Fahrer auf dem Podium, die zum Teil zusammenbrachen oder zumindest völlig fertig waren", sagte Brawn. Schumacher sei zur Siegerehrung aufs Podium gehüpft und habe keine einzige Schweißperle vergossen. Damit habe er seine Rivalen extrem eingeschüchtert.

Wegen seiner angeblichen Unnahbarkeit und Kompromisslosigkeit geriet Schumi oft in Kritik. Brawn, der seine Motorsport-Karriere vor drei Jahren an den Nagel gehängt hatte, kann diese Vorwürfe allerdings entkräften: "Natürlich war er auch mal sauer, wenn wir irgendein Problem nicht schnell genug lösen konnten. Aber die Kritik war immer konstruktiv und nie hintenherum, sondern immer von Angesicht zu Angesicht. Davor hatte ich immer enormen Respekt."

Brawn - Spitzname "Superhirn" - erinnert sich an einen verantwortungsvollen Rennfahrer, der sein Team niemals öffentlich kritisiert hatte. Seiner Meinung nach gab es zwei Menschen in ihm: "Der eine war für die Öffentlichkeit und die Medien, der andere war der private Mensch Michael. Das sind zwei völlig unterschiedliche Personen. Die harte Schale, die ihn von Anfang an in der Öffentlichkeit umgab, existiert beim Privatmenschen nicht." Schumacher arbeitete mit dem 61-jährigen Briten während seiner Stationen bei Bennetton, Ferrari und Mercedes zusammen.

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