
Terrorwarnung in München! Die Polizei hat am Silvesterabend vor einem Anschlag in der bayerischen Landeshauptstadt gewarnt. "Wir haben konkrete Hinweise, die wir nicht unter den Teppich kehren können", sagte eine Sprecherin am Donnerstag.
Hinter den Terrorplänen soll der Islamische Staat stecken. Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann während einer Pressekonferenz in der Nacht zum Freitag. Das Bundeskriminalamt habe die Bundespolizei am Silvesterabend über entsprechende Hinweise von einem befreundetem Nachrichtendienst informiert, sagte Herrmann. Laut dem Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä sollte die Attacke als Selbstmordanschlag verübt werden.
Die Polizei ist auf der Jagd nach den Verdächtigen. "Derzeit haben wir die Situation, dass wir den Hinweis nicht verifizieren konnten", so der Präsident. Das sei aber nicht ungewöhnlich. Es soll sich um 5 bis 7 mutmaßliche Täter handeln.
#SZ: Ermittler in #München suchen nach sechs Verdächtigen #Terrorwarnung
— Die Nachrichten (@DLFNachrichten) January 1, 2016
Menschen sollten sich von größeren Ansammlungen fernhalten, riet die Polizei kurz vor Mitternacht an Silvester. Vor allem sollten sie den Hauptbahnhof und den Bahnhof Pasing meiden.
Aktuelle Hinweise, dass in #München ein Terroranschlag geplant ist. Bitte meidet Menschenansammlungen und die Bahnhöfe Hauptbahnhof + Pasing
— Polizei München (@PolizeiMuenchen) 31. Dezember 2015
Die beiden Bahnhöfe seien geräumt worden, teilte die Polizei kurze Zeit später über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Züge würden die beiden Stationen nicht mehr anfahren. Ein Augenzeuge berichtete, dass die Zufahrt zum Hauptbahnhof zunächst nicht abgesperrt war.
Im sozialen Netzwerk Facebook erklärte die Polizei: "Aufgrund ernst zu nehmender aktueller Hinweise geht die Münchner Polizei von der Gefahr eines Terroranschlages im Bereich München aus. Nach vorliegenden und von uns als ernst bewerteten Informationen soll es diese Nacht zu einem Anschlag kommen." Über das Internet wollte die Polizei die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten.
Der Pasinger Bahnhof sowie der Hauptbahnhof sind bereits jetzt geräumt und werden von den Bahnen nicht mehr angefahren....
Posted by Polizei München on Donnerstag, 31. Dezember 2015
Für München bestehe keine "unmittelbare Gefahr eines Anschlags", twittert "ZDF heute" hingegen um kurz nach Mitternacht. Der Sender beruft sich dabei auch Sicherheitskreise:
Nach ZDF-Informationen aus Sicherheitskreisen besteht in #München "keine unmittelbare Gefahr eines Anschlags". Mehr: https://t.co/RMYbMrliN1
— ZDF heute (@ZDFheute) 31. Dezember 2015
Bereits in den vergangenen Wochen habe es Hinweise gegeben. An Silvester seien dann neue Informationen dazugekommen, hatte das "ZDF" in der Silvesternacht gemeldet:
Die Warnung in München basiert auf Hinweisen der letzten Wochen, zu denen heute eine neue Information dazugekommen ist. @ZDFheute
— Elmar Theveßen (@ethevessen) December 31, 2015
Zuvor gab es verschiedene Medienmeldungen zu den möglichen Anschlagsplänen. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge ging die Polizei von einer Gruppe von Tätern aus. "Möglicherweise könnten sie nach den Räumungen der Bahnhöfe auf andere Ziele ausweichen", berichtete die Zeitung. Etwas ähnliches meldete auch der "Bayerische Rundfunk" via Twitter. Demnach vermutete die Polizei, dass Anschläge an mehreren Orten geplant seien:
#Terrorwarnung #München Lt. Polizei möglicherweise geplanter Anschlag mehrerer Gruppen an verschiedenen Orten /BR Kor. Bendixen
— BR24 (@BR24) 31. Dezember 2015
Nach ungesicherten Informationen soll es auch Hinweise auf zwei Selbstmordattentäter geben, berichtete die ARD in einem "Tagesschau Extra" um kurz nach Mitternacht.
Quelle für die Terrorwarnung in München seien offenbar französische Behörden. Das twitterte der Terrorismus-Experte der "ARD", Holger Schmidt, am Silvesterabend. Er warnte jedoch vor Panik:
Quelle für Terrorwarnung #München sollen französische Behörden sein. Trotzdem: es ist objektiv derzeit nur auf der Uhr kurz vor Zwölf.
— Holger Schmidt (@terrorismus) 31. Dezember 2015
In Brüssel war das Silvesterfeuerwerk wegen Terrordrohungen abgesagt worden. Noch am Donnerstag hatte die Münchner Polizei erklärt, in der Silvesternacht werde es im Vergleich zu den Vorjahren keine erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geben. Allerdings seien auch in diesem Jahr deutlich mehr Beamte als an anderen Tagen in Bereitschaft.
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