POLITIK
01/01/2016 05:14 CET | Aktualisiert 01/01/2016 05:56 CET

Kim Jong Un droht in Neujahrsrede mit "gnadenlosem Krieg"

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un nutzte seine Neujahrsrede abermals für Drohgebärden
dpa
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un nutzte seine Neujahrsrede abermals für Drohgebärden

Nordkoreas Diktator ist bekannt für seine Drohgebärden. Zuletzt machte er vermehrt mit bizarren Militärparaden, geheimen Nukleartestanlagen und Drohreden auf sich aufmerksam.

Auch seine Neujahrsrede passt in dieses Konzept. In der Rede, die von Nordkoreas Staatsfernsehen übertragen wurde, richtete sich Kim Jong Un nicht nur an sein Land, sondern auch an potenzielle "Provokateure".

Kim Jong Un nutzte den Anlass, um abermals mit Krieg zu drohen. "Wenn invasive Außenseiter und Provokateure uns auch nur leicht berühren, werden wir keine Gnade kennen und mit einem gnadenlosen, heiligen Krieg der Gerechtigkeit antworten", ließ er vernehmen.

Gleichzeitig sprach er sich für offene Gespräche mit Südkorea aus. Pjöngjang sei zu unvoreingenommenen Gesprächen mit jedem bereit, der Frieden und die Wiedervereinigung wolle. Allerdings solle Südkorea nichts unternehmen, das "die versöhnliche Atmosphäre" stören könne – ein erneuter Hinweis auf Südkoreas Bündnis mit den von Kim Jong Un verhassten USA.

Von nuklearen Waffen war dieses Mal nicht die Rede. Beobachter schätzen, dass Kim Jong Un absichtlich auf übermäßig provokative Formulierungen verzichtet hat, um die neue wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China nicht zu gefährden.

Mit Material von dpa

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Dbate: Was junge Leute von einem Besuch in Nordkorea gelernt haben