POLITIK
31/12/2015 07:02 CET | Aktualisiert 31/12/2015 07:08 CET

"Wer rüberkommt, macht einen großen Fehler": Griechische Küstenwache warnt vor einer Flüchtlingskatastrophe

Getty

Der Flüchtlingszustrom von den griechischen Inseln in der Ostägäis aufs Festland hält an: Am frühen Donnerstagmorgen sind gut 3600 Migranten und Flüchtlinge im Hafen von Piräus angekommen.

Sie waren in den vergangenen Tagen von der Türkei auf die griechischen Inseln Samos, Chios und Lesbos übergesetzt. Fast alle wollten weiter nach Westeuropa, berichteten Reporter, die Flüchtlinge befragten. In ihrer Mehrheit stammen sie aus Syrien.

.. der macht einen großen Fehler

Die Küstenwache und die Beamten der europäischen Grenzagentur Frontex sind alarmiert. Der Grund: In ganz Griechenland ist am letzten Tag des Jahres der Winter eingebrochen.

In der Ägäis wehen stürmische Winde. Die Thermometer auf Lesbos zeigten tagsüber Werte um dem Gefrierpunkt. "Wer heute versucht (aus der Türkei) rüber zu kommen, macht einen großen Fehler", sagte ein Offizier der Küstenwache aus der südlich von Lesbos liegenden Ostägäisinsel Chios der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks (UNHCR) kamen seit Jahresbeginn bis zum 29. Dezember 847.819 Flüchtlinge auf dem Seeweg von der Türkei nach Griechenland. Täglich kommen mehr als 3000 neue Flüchtlinge und Migranten aus der Türkei hinzu, teilte die Regierung in Athen mit.

Auch auf HuffPost:

"Unser Rechtsstaat kann das nicht länger hinnehmen": CSU will Flüchtlinge ohne Ausweis direkt an der Grenze abweisen

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.