LIFESTYLE
30/12/2015 08:50 CET

Vergesst alle guten Vorsätze - vermeidet nur diesen einen Fehler

Thinkstock.de
Young woman lying in bed with blanket

Das Jahr geht zuende. Ob man will oder nicht, im ganzen Silvester-Trubel schleichen sich auch immer ein paar melancholische Gedanken ein. Man blickt auf das vergangene Jahr zurück. Man seufzt ob der Zeitverfluggeschwindigkeit. Man denkt an die Dinge, die bleiben sollen; man wünscht sich, dass einiges anders wird.

Und man fasst Vorsätze. Große, kleine. Mehr Sport, gesünder essen. Mehr Bücher lesen, regelmäßiger das Leergut wegbringen. Das Übliche. Man weiß aber auch: Vermutlich wird die Kraft der guten Vorsätze so schnell nachlassen, wie die Zeit vergeht. Und auch am nächsten Silvester werden wir, wenn überhaupt, nur unwesentlich fitter und gesünder sein.

Wir werden also auch im nächsten Jahr wieder auf das vergangene zurückblicken und uns erneut eine Liste machen. Und wieder und wieder.

Vielleicht sollten wir damit also einfach aufhören. Keine guten Vorsätze mehr! Denn all die guten Vorsätze sind eigentlich nichts wert. Nichts wert im Vergleich zu dem, was wirklich wichtig ist.

Denn, auch das zeigt uns die Feier eines neuen Jahres, die Zeit vergeht so schnell. Egal, wie lange wir noch leben werden, so viele Silvester werden wir nicht mehr erleben. Wenn wir Mitte 30 sind und 90 Jahre alt werden sollten, sind es weniger als 60 Silvester. Weniger als 60 Winter, weniger als 60 Weihnachten, die wir noch feiern können.

Das hat besonders eindrücklich der Blogger Tim Urban gerade auf seiner Website dargestellt.

tim urban

Wenn man diese kleine Grafik sieht, wird es einem auf einmal sehr bewusst: Wie kurz dieses schöne, aufregende, manchmal so anstrengende Leben doch ist. Und wie sehr wir daher versuchen sollten, es so intensiv wie möglich zu leben.

Doch das geht nicht mit guten Vorsätzen. Denn was wirklich zählt, dass lässt sich nicht mit einer Liste abarbeiten. Was wirklich zählt, sind andere Dinge.

Wir sollten mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Alles andere ist, ehrlich gesagt, nicht so wichtig.

Denn was macht uns wirklich glücklich? Genau. Freunde und Familie. Zahllose Studien haben dies schon erhoben. Wenn Menschen gefragt werden, was sie glücklich macht, landen diese Faktoren immer weit abgeschlagen auf dem ersten Platz. In einer Studie des AARP wurden diese Beziehungen von mehr als 70 Prozent der Teilnehmer als der wichtigste Glücks-Faktor genannt. "Persönliche Ziele verwirklichen" nannten nur knapp die Hälfte der Teilnehmer als wichtig.

Familie, Freunde, Partner. Jede Erhebung über persönliches Glück kommt zu demselben Ergebnis.

Und es ist nicht nur unser persönliches Glücksgefühl, welches sich dadurch beschreiben lässt. Je stabiler und intensiver wir diese Beziehungen leben, desto gesünder sind wir auch. Psychisch und körperlich.

Lasst uns also zum Jahresende weniger an die Listen denken. Keine Vorsätze fassen. Lasst uns nicht den Fehler machen, immer nur an das zu denken, was kommen mag. Immer nur zu schauen, wie wir unser Leben optimieren können. Lasst uns darauf konzentrieren, was ist.

Lasst uns den Moment leben. Lasst uns den Menschen, die uns wichtig sind, sagen wie sehr wir sie mögen. Es klingt so banal. Aber es ist das, was zählt.

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Mehr Dinge, die glücklich machen, gibt es hier.

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