POLITIK
30/12/2015 06:37 CET

Niedersachsens Innenminister Pistorius warnt: "Wir stehen im Fadenkreuz des IS"

IS Propaganda

Die Deutschen müssen nach Ansicht von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) lernen, dauerhaft mit einer latenten Terrorgefahr wie etwa durch die IS-Terrormiliz umzugehen. "Wir stehen im Fadenkreuz des sogenannten IS als Unterstützer der Front gegen ihn", sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Franzosen und die Engländer haben in den vergangenen Jahrzehnten damit leben gelernt; für uns Deutsche rückt diese abstrakte Gefahr eines Terroranschlags erst seit einigen Jahren näher: Auch wir werden lernen müssen, damit zu leben."

Der Terrorismus ist unberechenbarer geworden

Schuld daran sei auch eine völlig neue Form des Terrorismus. "Der Terrorismus ist unberechenbarer geworden." Nicht mehr staatliche Organe oder Repräsentanten stünden im Visier der Terroristen wie früher bei der terroristischen "Roten Armee Fraktion (RAF)".

Den IS-Attentätern sei es egal, wen sie treffen. "Im Gegenteil: Sie haben es ganz bewusst auf die allgemeine Bevölkerung abgesehen, um Angst zu schüren und uns zu veranlassen, unsere Werte infrage zu stellen. Wir sollen unser Leben verändern aus Angst vor ihrem Terror."

Dem müssen wir uns entgegenstellen

Davor dürfe die Gesellschaft aber nicht in die Knie gehen, forderte Pistorius eindringlich. "Dem müssen wir uns entgegenstellen als Gesellschaft, die entschlossen ist, die kritisch diskutiert, die offen ist, die sich aber auch zugleich geschlossen gegen diejenigen stellt, die unsere Werte und unser Leben gefährden."

Nach den Anschlägen von Paris und der Länderspielabsage in Hannover dürfte jedem klar sein, so der Minister, dass der Terrorismus auch jederzeit in Deutschland stattfinden kann.

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