LIFE
30/12/2015 10:24 CET | Aktualisiert 22/01/2018 12:04 CET

Diese junge Mutter leidet an Eierstockkrebs. Jetzt hat sie eine wichtige Botschaft an alle

Facebook/Erin

Erin Barrett aus Vancouver in Kanada hat eine wichtige Botschaft an alle Frauen. Denn die junge Mutter, die im September eine Tochter zur Welt brachte, leidet an Krebs.

Die Ärzte fanden nur kurz nach der Geburt heraus, dass sie an Eierstockkrebs erkrankt ist. Erin hatte Glück – der Krebs wurde in einem sehr frühen Stadium diagnostiziert und damit hat sie gute Aussichten, dass sie wieder gesund wird.

Jetzt postete sie auf Facebook einen berührenden Appell:

I’ve debated long and hard about posting anything here about my health. This feels like a very personal journey, yet, at...

Posted by Erin Barrett on Dienstag, 22. Dezember 2015

"Ich habe lange darüber diskutiert, ob ich hier etwas über meine Gesundheit posten soll. Einerseits fühlt es sich an wie eine sehr persönliche Reise, andererseits will ich sicher gehen, dass so viele Frauen wie möglich diese Reise vermeiden können.

Also habe ich beschlossen mit euch darüber zu reden, was mit mir und meinen Eierstöcken los ist. Genau genommen, mit meinem Eierstock. Singular.

Ich will das Bewusstsein für die Gefahr durch Eierstockkrebs schärfen.

Ich habe zu meiner großen Freude meine wundervolle Tochter Edie am 24. September zur Welt gebracht. Weniger schön war, dass mir mein linker Eierstock, mein Eileiter und ein fast drei Kilo schwerer Tumor entfernt wurde, den wir scherzhaft Ozzy genannt haben. Kurz danach wurde bei mir Eierstockkrebs im ersten Stadium diagnostiziert. Das Stadium ist wichtig, weil es bedeutet, dass er früh erkannt wurde.

Ich mache gerade eine Chemo und werde Ende Januar anfangen, mich bestrahlen zu lassen. Ich schaue positiv in die Zukunft, wenn es um meine Resultate und Pläne geht. Pläne, die beinhalten, dass ich mich nie wieder damit auseinandersetzen möchte.

Und ich will mir wieder mein Haar wachsen lassen.

Die Leute haben mich gefragt, was sie tun können, um zu helfen. Das konnte ich nicht leicht beantworten, weil sich schon so viele Menschen um mich gekümmert haben. Meine Entscheidung ist jetzt, dass ich euch alle bitte, der Gefahr durch Eierstockkrebs mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Sie nennen Eierstockkrebs den „stillen Mörder“.

Das liegt daran, dass er oft zu spät erkannt wird, weil die Symptome dafür so vage sind. Gerade liegt das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, bei 1 zu 58 (verglichen mit 1 zu 7 bei Brustkrebs).

Ich will, dass die nächsten zehn Frauen, die an Eierstockkrebs erkranken, eine frühe Diagnose bekommen. Das heißt, dass ich eure Hilfe brauche, um 580 Frauen von den Symptomen zu erzählen.

Dabei kommt ihr ins Spiel.

Nehmt euch 15 Sekunden Zeit – das ist alles, was es braucht – und erzählt zwei oder drei Frauen in eurem Leben von den Symptomen. Ich würde gerne Buch darüber führen, wie vielen Frauen davon erzählt wurde. Also fügt „eure Frauen“ zu der Liste in den Kommentaren und zählt mit, damit ich es nicht tun muss (damit ich sie nicht alle mit der Hand zählen muss, gebt mir eine Pause – ich mache gerade eine Chemo).

Hier ist die Liste:

-andauernde Magenschmerzen

-andauernde Blähungen

-Schwierigkeiten beim Essen oder ein schnelles Sättigungsgefühl

-Man muss öfter aufs Klo

-Rückenschmerzen

-Änderungen der Verdauung (Verstopfung oder Durchfall)

-Man ist ständig müde

Diese versteckten Symptome von Krebs werden zu oft ignoriert

Wenn einige oder alle diese Symptome bei euch vorhanden sind, vor allem wenn ihr über 40 Jahre alt seid, dann bitte BITTE geht zum Arzt. Ihr verschwendet die Zeit von niemandem; ihr seid klug und stellt sicher, dass ihr länger für die Leute da sein könnt, die ihr liebt.

Also wenn ihr mir helfen wollt, dann nehmt das Telefon, sendet eine Email oder sechs, trinkt einen Kaffee mit der Frau, die ihr liebt, und redet 15 Sekunden darüber.

Es könnte ihr Leben retten. Und es würde mich glücklich machen (Schuld, Schuld).

Wenn ihr irgendwelche Fragen zu meiner Gesundheit, meiner Behandlung oder über Eierstockkrebs habt, dann sendet mir eine Nachricht. Ich weiß, dass ihr viele Fragen stellen werdet, wenn ich mich auf diese Weise öffne, und ich werde sie beantworten so gut ich kann.

Keine Sorge, ich habe beschlossen, dass es gut werden wird und es ist jetzt eben einfach so.

In Liebe,

Erin xx"

Erins Post wurde über 250 000 Mal geteilt. Die junge Mutter weist in dem Text auch auf eine Webseite der Nichtregierungsorganisation „Ovarian Cancer Action“ hin, die über die Symptome von Eierstockkrebs informiert. Informationen auf Deutsch findet ihr auf der Webseite der Berliner Charité.

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