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30/12/2015 07:31 CET

Identity Leak Checker: Dienst prüft, ob Daten im Netz sind

Mit einem kostenlosen Dienst kann man prüfen, ob die eigenen Daten gestohlen worden sind.
Sean Gallup/Getty Images
Mit einem kostenlosen Dienst kann man prüfen, ob die eigenen Daten gestohlen worden sind.

Wenn sensible, persönliche Daten geklaut werden - das ist ein Schock. Doch nicht immer wissen Betroffene, dass ihre Daten im Web kursieren.

"Es gab in diesem Jahr sehr viele große Datendiebstähle, bei denen jeweils mehr als eine Million Sätze von Identitätsdaten geraubt und anschließend veröffentlicht wurden", sagte Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts.

Vermehrt seien so genannte Dating-Portale angegriffen worden. Zum Beispiel Ashley Madison oder Adult Friend Finder. Hacker sähen nach Einschätzung des Experten hinter diesen Informationen ein hohes Erpressungs-Potenzial.

Ob man von einem Datenklau betroffen ist, kann man seit dem Jahr 2014 mit dem "Identity Leak Checker" des Instituts überprüfen. Die Schritte im Überblick:

  • Die E-Mailadresse: Man selbst gibt nur seine E-Mailadresse an - und wartet.
  • Der Informationsabgleich: Das System sucht, ob die Mailadresse in Verbindung mit anderen persönlichen Daten wie Passwörtern oder Kontonummern offengelegt wurde - und somit missbraucht werden könnten.

    "Wir können solche Abgleiche mittlerweile mit mehr als 215 Millionen erfasster Daten aus so genannten 'Identity Leaks' durchführen", sagte Meinel. Ende 2014 waren es noch rund 180 Millionen gewesen.

    Die in diesem Jahr neu erfassten Daten stammen aus 15 Quellen wie zum Beispiel Ashley Madison, Skype, Twitter und Minecraft. Aber auch durch Leaks aus weniger bekannten Quellen wie Lizard Stresser, Sprashivai oder Impact Mailorder wurden unberechtigt Identitätsinformationen veröffentlicht.

  • 3. Die Antwort: Die veröffentlichten Daten selbst gibt das Institut aus Sicherheitsgründen nicht preis. Allerdings nennt es für jede betroffene Information die Kategorie und ein ungefähres Veröffentlichungsdatum. "Selbst wenn nichts gefunden wurde, teilen wir das den Anfragern mit", erklärte Meinel. Das bietet aber keine Garantie, dass persönlichen Informationen nicht doch gestohlen wurden." Grund: Nicht alle geraubten Daten würden auch veröffentlicht.

Fast 100.000 Besucher nutzten in den vergangenen zwölf Monaten diesen kostenlosen Dienst des Hasso-Plattner-Instituts. In nahezu 13.000 Fällen mussten diese per E-Mail darüber informiert werden, dass Identitätsdaten von ihnen frei im Internet kursieren und welches Verhalten im speziellen Fall empfehlenswert ist.

Seit dem Start des Dienstes im Mai 2014 nahmen bislang insgesamt rund 1,7 Millionen Besucher den HPI-Identity Leak Checker in Anspruch. 160.000 Warnmeldungen wegen unrechtmäßig veröffentlichter Identitätsdaten wurden bislang versandt.

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