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29/12/2015 15:52 CET | Aktualisiert 29/12/2015 16:01 CET

IS-Dokument bietet Anleitung zur Vergewaltigung von Frauen

dpa

Geheime Dokumente aus dem Fundus der Terrormiliz IS stellte die US-Armee im Mai 2015 sicher. Es sind Papiere, die den Wahnsinn der islamistischen Ideologie offenbaren. Das gilt vor allem für religiöse Gutachten, sogenannte Fatwas. So kam Ende Dezember heraus, dass IS-Kämpfer lebenden Gefangenen Organe entnehmen.

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Eine aktuelle Auswertung zeigt, wie systematisch Frauen von den Terroristen benutzt werden. Die Fatwa mit der Nummer 64 wurde von Theologen der Terrormiliz im Januar 2015 aufgesetzt und besteht aus 15 Punkten. Das bürokratisch strukturierte Dokument regelt, wie IS-Kämpfer mit weiblichen Gefangenen umzugehen haben.

Die Fatwa liest sich wie eine nüchterne Anleitung zur Vergewaltigung. Demnach ist es ganz selbstverständlich, dass Sklavinnen - oftmals gefangen genommene Jesidinnen – von IS-Kämpfern für Sex benutzt werden dürfen.

Bei den Sex-Regeln gibt es nur kleine Einschränkungen. So dürfen laut der Fatwa etwa Vater und Sohn nicht die gleiche Frau vergewaltigen, auch Analverkehr ist ausgeschlossen. Wenn eine Sklavin allerdings zwei Kämpfern "gehört", dürfen laut der Fatwa auch beide mit ihr Sex haben, geht aus dem Dokument hervor.

Rechte besitzen die Frauen kaum. In der Fatwa wird lediglich dazu aufgerufen, den Sklavinnen "Mitgefühl" entgegenzubringen und sie nicht zu erniedrigen. Eine zynische Aussage, wenn man bedenkt, dass es um Vergewaltigung geht.

Menschenrechtsorganisationen machen schon länger auf die sexuelle Ausbeutung von Frauen durch den IS aufmerksam. Sie werfen der Miliz die Entführung tausender Frauen und Mädchen, oft kaum älter als 12 Jahre, vor. Die Frauen werden meist IS-Kämpfern als Belohnung versprochen oder als Sex-Sklavinnen verkauft.

Auch islamische Gelehrte kritisieren den Sklavenhandel des IS scharf. Bereits 2014 verfassten über 120 Islam-Wissenschaftler einen offenen Brief an IS-Kopf Abu Bakr al-Baghdadi, in dem sie darauf pochten, dass "die Wiedereinführung der Sklaverei im Islam verboten" sei. Islam-Experten weisen darauf hin, dass der Islam, anders als andere Religionen, stets Sklaverei eindämmen wollte.

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