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28/12/2015 23:50 CET | Aktualisiert 29/12/2015 03:50 CET

Michael Schumacher: Heute vor zwei Jahren geschah sein Unfall - das wissen wir über seinen jetzigen Zustand

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Michael Schumacher im November 2012 - wie ihm zwei Jahre nach dem Unfall geht, ist aber unbekannt.

Heute vor zwei Jahren geschah es. Michael Schumacher wollte Skifahren. Wie so oft verbrachte er die Weihnachtsfeiertage 2013 in seinem damaligen Winterdomizil in Méribel. Auch Silvester und seinen Geburtstag am 3. Januar wollte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister mit Familie und Freunden dort feiern. Doch es kam alles anders.

Es ist der 29. Dezember 2013. Schumacher stürzt gegen 11.00 Uhr. Nur wenige Meter neben der markierten Piste fährt er mit Leih-Skiern gegen einen Felsen, verliert die Kontrolle und schlägt mit dem Kopf auf einen anderen Felsen. Sein Helm bricht. Schumacher ist ansprechbar, aber verwirrt. Dramatische Stunden und Tage folgen.

Der zweifache Familienvater wird noch an Ort und Stelle erstversorgt. Dann wird er nach Môutiers gebracht. Die Kopf-Verletzungen sind so schwerwiegend, dass Schumacher dort nicht behandelt werden kann, der Rettungshubschrauber fliegt ihn nach Grenoble ins Universitätskrankenhaus. Notoperation, Lebensgefahr. Am Nachmittag trifft seine Familie ein.

Am Tag danach wird das Ausmaß seiner Verletzungen deutlich. Er hat weit verbreitete Verletzungen im Gehirn. Schumachers Zustand ist "außerordentlich ernst".

Am 30. Dezember 2013 wird Schumacher ein zweites Mal operiert. Ein Hämatom in der linken Hirnseite wird entfernt. Die Lebensgefahr bleibt zunächst bestehen. Gegen Ende Januar werden die Narkosemittel reduziert. Im Juni gibt sein Management bekannt, dass sich Schumacher nicht mehr im Koma befindet. Seit September 2014 setzt der mittlerweile 46-Jährige die Rehabilitation in seiner Schweizer Wahlheimat fort.

Seither gibt es nur Spekulationen über seinen Zustand. Kurz vor Weihnachten dementierte seine Managerin Sabine Kehm den Bericht einer Illustrierten, wonach Schumacher wieder gehen könne. Solche Spekulationen seien unverantwortlich, "denn angesichts der Schwere seiner Verletzungen ist für Michael der Schutz seiner Privatsphäre sehr wichtig", meinte sie weiter. Leider führten solche Spekulationen auch dazu, "dass viele Menschen, die ehrlich Anteil nehmen, sich falsche Hoffnungen machen".

Indirekt macht Dehm damit eine klare Aussage: Auch zwei Jahre nach seinem Unfall kann Schumacher noch nicht laufen.

Die Fans wollen wissen, wie es Schumi geht. Immer schwingt bei vielen auch die Hoffnung mit, dass einer der Vertrauten und Verwandten doch etwas über Schumachers Zustand sagen könnte. "Ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die sich dafür interessieren, die ein ernsthaftes Interesse daran haben zu wissen, wie es ihm geht", sagte sein Medienanwalt Damm in einer Dokumentation des Bayerischen Rundfunks über Schumacher.

Die Dokumentation des Bayerischen Rundfunks wird an diesem Dienstag im Rahmen der Sportschau in der ARD um etwa 19.20 Uhr ausgestrahlt.

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