POLITIK
27/12/2015 17:03 CET | Aktualisiert 27/12/2015 17:14 CET

Eine Polizistin berichtet: Das ist die Wahrheit über Gewalttäter in Deutschland

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Es sind düstere Vorstellungen: ein Deutschland, in dem ein paar wenige die Mehrheit in Angst versetzen. Eine Welt, in der die mit den kräftigsten Armen da sagen haben, in der schnell zugeschlagen wird. Und in der man in manche Stadtviertel keinen Fuß setzen kann, wenn man unbeschadet wieder herauskommen will.

Eine Horrorvision? Tania Kambouri, Bochumer Polizistin mit griechischen Wurzeln, sagt, das sei die Realität: Gewalt-Republik Deutschland. In ihrem Buch "Deutschland im Blaulicht - Notruf einer Polizistin" hat sie Erfahrungen aus dem Dienstalltag verarbeitet - und ist zu dem Schluss gekommen: Gewalt gegen Polizisten und mangelnder Respekt gehen vor allem von jungen Männern mit muslimischen Männern aus.

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Die Beamtin hat selbst erlebt, was auf der Straße passiert

Es ist eine streitbare These, die Kambouri vor allem auf Erlebnisse mit Macho-Gehabe, Pöbeleien und Aggressivitäten, stützt. Was ihr im Dienst passiert ist, ist für viele Bürger ein Schock.

Nun hat die Polizistin nachgelegt: Bei einer Veranstaltung im Saarland stellte sie Thesen auf, die den Gewalt-Alltag in Deutschland skizzieren, wie die "Welt" berichtet. Das sind die drastischen Aussagen:

1. Kaum jemand wird der Gewalt entrinnen können

Dass es Gegenden in manchen Städten gibt, in denen schnell die Fäuste gezückt werden, leuchtet ein. Was dort geschieht: Eine Minderheit terrorisiert eine friedliche Mehrheit. Kambouri sagt dazu: "Diese Minderheit bereitet uns Riesenprobleme, und diese Minderheit wird sich die nächsten Jahre so sehr ausbreiten", dass auch abseits dicht besiedelter Räume Gewalt zu erwarten sei.

Gäbe es eine prügelnde Mehrheit, "hätten wir Anarchie und Bürgerkriege jeden Tag in jeder Stadt", glaubt die Polizistin. Viele Täter kämen mit ihren Taten davon, weil sie vor Gericht milde behandelt werden - eine Tatsache, gegen die auch die Polizei nichts ausrichten könne: Die Beamten müssten sich "immer weiter zurückziehen", dadurch verlören sie die "Hoheit auf den Straßen".

2. Es gibt No-go-Areas

Wenn sich schon die Polizei aus bestimmten Gegenden zurückziehen muss, dann ist der Ort auch für alle anderen Bürger nicht mehr sicher. Doch sind derlei üble Viertel tatsächlich auf dem Vormarsch, wie viele glauben? Polizistin Kambouri meint ja: "Die No-go-Areas breiten sich immer mehr aus", sagt sie. Dabei handle es sich um Areale, "in die Bürger und Polizisten nicht mehr reingehen können, ohne Angst zu haben, dass etwas passiert".

Statistiken zieht die Beamtin nicht heran, um ihre These zu stützen - sie verlässt sich auf ihre Erfahrung. Und die mündet in einen extremen Vorschlag: "Ich sage meinen Freunden auch: Nehmt Pfefferspray mit, schützt euch. Es wird alles schlimmer werden."

3. Viele verschließen die Augen vor der Gewalt

Seit sie ihre Thesen zum Konfliktpotential muslimischer Männer verbreitet, steht Kambouri auch in der Kritik. Die Linkspartei etwa warf ihr Rassismus vor. Rechtsextreme machen mithilfe ihrer Aussagen Stimmung - was der Buchautorin nach eigenen Angaben nicht gefällt. Sie hätte wohl insbesondere damit rechnen müssen, dass ihre Thesen als übertrieben und unkonstruktiv wahrgenommen werden.

Wer das allerdings behauptet, schaut weg, sagt Kambouri: "Auch wegen solcher Menschen haben wir die Probleme im Land, weil sie nicht wissen, was abgeht, und weil sie nicht die Wahrheit akzeptieren." Es gebe Leute, "die fernab der Realität leben". Zu diesen zählt sie auch Richter und Staatsanwälte, die es versäumen, Gewalttätern Grenzen aufzuzeigen. Denn die Kunde vom laxen Umgang verbreite sich schnell - und nachgiebige Köpfe in der Justiz "schädigen indirekt auch unsere Gesellschaft".

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