POLITIK
27/12/2015 02:28 CET | Aktualisiert 27/12/2015 02:39 CET

Wolfgang Schäuble attackiert die SPD: "Ich habe Mitleid mit Sigmar Gabriel"

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Wolfgang Schäuble attackiert die SPD: "Ich habe Mitleid mit Sigmar Gabriel"

Diese Aussage dürfte Folgen haben: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat den Koalitionspartner SPD in heftigen Worten attackiert.

In einem Interview mit der "Bild am Sonntag (BamS) sagte Schäuble über Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel: "Als SPD-Vorsitzender hat er mein vollstes Mitleid, weil er Vorsitzender einer innerlich gespaltenen Partei ist".

Das persönliche Verhältnis der beiden Politiker sei aber bestens, sagte Schäuble. Er arbeite mit dem Bundeswirtschaftsminister sehr vertrauensvoll zusammen, das persönliche Verhältnis der beiden sei sehr gut.

Schäuble zeigte sogar Verständnis dafür, dass Gabriel den Finanzminister auf dem Parteitag offenbar heftig kritisierte: Gabriel sagte in einer Rede, Schäubles Euro-Sparpolitik und das Erstarken des rechtsradikalen Front National in Frankreich stünden in einem Zusammenhang.

"Vielleicht wollte er beim SPD-Parteitag dem Affen ein bisschen Zucker geben. So wollte er die Zerrissenheit der SPD überdecken, ob sie überhaupt regieren will. Das verstehe ich sogar in seiner Not", sagte Schäuble der "BamS".

Doch auch für seine Partei drohe Gefahr - durch die AfD: Schäuble mahnte seine Partei in dem Interview ebenfalls, nicht in den Wettstreit mit der AfD zu treten. Das beste Rezept dafür, dass die AfD auch bei der nächsten Bundestagswahl nicht ins Parlament komme, sei: "Dass wir die Sorgen der Bürger lösen und nicht die Parolen der Dumpfbacken noch übertönen", sagte er der "BamS".

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