POLITIK
27/12/2015 23:12 CET | Aktualisiert 28/12/2015 01:35 CET

In letzter Sekunde - so konnte sich die AfD vor der Pleite retten

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry
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Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry

Die Finanzierung der AfD scheint gerettet. Die Alternative für Deutschland hat mit ihrem erst vor drei Wochen gestarteten Spendenaufruf Mittel in Höhe von insgesamt 1,6 Millionen Euro eingeworben. Die Partei kann so die Mindereinnahmen ausgleichen, die ihr durch den Stopp ihres umstrittenen Goldhandels drohten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Parteiangaben.

Eine Änderung des Parteiengesetzes bedroht die Existenz der Partei. Nach der jüngsten Änderung kann die Partei nicht mehr den Umsatz der Gold-Geschäfte für die Parteienfinanzierung anrechnen, sondern lediglich den Gewinn. Die neue Regelung war allgemein als "Lex AfD" verstanden worden - als ein Gesetz, das allein auf die rechtspopulistische Partei abzielt.

Der AfD drohte der Bankrott. Wegen der im Dezember beschlossenen Änderung des Parteiengesetzes hatten der AfD für das Jahr 2015 Mindereinnahmen in Höhe von zwei Millionen Euro gedroht, da die Umsätze aus dem Gold-Geschäft der Partei rückwirkend nicht länger staatlich bezuschusst werden. Die AfD hatte erklärt, ihr drohe die Pleite, wenn es ihr nicht gelinge, bis zum Jahresende Spendengelder in Höhe von zwei Millionen Euro zu generieren.

Durch einen Spendenaufruf versuchte die Partei, den Bankrott abzuwenden. Inklusive der staatlichen Zuschüsse kommt die AfD dadurch auf Extra-Einnahmen von 2,2 Millionen Euro. AfD-Bundesschatzmeister Klaus Fohrmann erklärte gegenüber "Bild", das Ergebnis zeige, dass man die AfD "auch mit unfairen Mitteln nicht loswerden kann".

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