LIFE
26/12/2015 15:25 CET | Aktualisiert 26/12/2015 17:53 CET

Benjamin Nerding: Was ein Mann gelernt hat, der (fast) ohne Geld durch fast 60 Länder reiste

Fast fünf Jahre ist es jetzt her, dass Benjamin Nerding aus Landau in Rheinland-Pfalz losging. Und nicht mehr nach Hause kam.

Der Installateur wollte eigentlich nur zwei Monate in den Alpen wandern. Doch daraus wurde nichts. Die Welt hat ihn nicht mehr losgelassen.

Nerding hat seine Geschichte dem Portal. „ze.tt“erzählt. Er trampte und reiste immer weiter. Fast 60 Ländern hat er inzwischen bereits. Und will es weiter tun:

Vergangenes Jahr, schreibt Benjamin auf seinem neuen Blog, lernte er dann Marta kennen, eine Polin. Und die beiden beschlossen, miteinander die Welt zu erleben. Und zwar wollen sie auf einem Tandem von Argentinien nach Alaska radeln – 30.000 Kilometer in drei Jahren.

Die Frage ist, wie Benjamin und Marta das finanzieren wollen. Sie suchen Sponsoren – so, wie es Benjamin auch schon früher gemacht hat.

Aber tatsächlich, so erzählt er es „ze.tt“, braucht er nicht viel Geld. Er hat sich Essen aus den Containern von Supermärkten gefischt, hat als Couchsurfer bei Fremden übernachtet.

Was Benjamin dabei gelernt hat? Das lässt sich erahnen, wenn man sein Couchsurfer-Profil liest:

„Ein sehr wichtiger Mensch sagte mir einmal: Wenn du ein normales Leben führst, ist jeder Tag irgendwie okay oder irgendwie schlecht. (...) Aber wenn du ein verrücktes Leben lebst, wirst du extremere Höhen und weniger schlimme Tiefen erleben. Du hast die Wahl.“

Und er warnt vor Neid:

Im Interview mit "ze.tt" beschreibt er, dass alle immer irgendwie jammern würden - außer jene, die nicht einmal fließendes Wasser hätten. Und so schreibt er auf seinem Profil:

„Es wird immer Menschen geben, die mehr Geld, mehr Häuser, Autos und sonstiges Blabla haben. Ich frage Dich: Brauchst Du das wirklich? Ich reise seit vier Jahren und habe nur den Rucksack und die Liebe im Herzen und war nie so glücklich.“

Also dann: Gute Reise, Benjamin und Marta!

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