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25/12/2015 02:42 CET | Aktualisiert 25/12/2015 08:19 CET

Weihnachtsansprache des Papstes: Der bemerkenswerteste Satz hat nichts mit Krieg, Terror und Flüchtlingen zu tun

Weihnachtsansprache des Papstes: Der bemerkenswerteste Satz hat nichts mit Krieg, Terror und Flüchtlingen zu tun
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Weihnachtsansprache des Papstes: Der bemerkenswerteste Satz hat nichts mit Krieg, Terror und Flüchtlingen zu tun

Terror, Euro-Angst und Flüchtlingskrise: Es war ein turbulentes Jahr. Unter diesem Eindruck stand auch die Weihnachtsansprache des Papstes. Die Sicherheitsmaßnahmen beim Zugang zum Petersdom waren verschärft - und in Rom blieben viele Gläubige aus Angst vor Anschlägen den Feierlichkeiten fern.

Dennoch: Die Weihnachtsansprache ist eine der wichtigsten Reden des Kirchenoberhauptes - sie richtet sich an 1,2 Milliarden Christen. Seit seiner Wahl macht sich Papst Franziskus für eine "Kirche der Armen" stark - und unter diesem Zeichen stand auch seine Ansprache in der Christmette.

Dabei war vor allem ein Satz bemerkenswert - und er hat nichts mit Krieg und Terror zu tun.

"In einer Gesellschaft, die oft trunken ist von Konsum und Vergnügung, von Überfluss und Luxus, von Augenschein und Eigenliebe, ruft Jesus uns zu einem nüchtern-besonnenen, das heißt einfachen, ausgewogenen und gradlinigen Verhalten auf, das fähig ist, das Wesentliche zu erfassen und zu leben."

Franziskus kritisierte eine "Kultur der Gleichgültigkeit". Stattdessen solle der Lebensstil der Christen erfüllt sein von Erbarmen, Einfühlungsvermögen, Mitleid und Barmherzigkeit. Nach christlichem Glauben ist mit der Geburt Jesu Gott Mensch geworden. Das Datum ist nicht bekannt, doch wird der Tag seit der Spätantike am 25. Dezember gefeiert.

Dieses Weihnachten fällt in ein außerordentliches Heiliges Jahr, das von Franziskus ausgerufene "Jubiläum der Barmherzigkeit". Am 8. Dezember hatte der Papst die Heilige Pforte des Petersdoms geöffnet und darüber hinaus dazu aufgerufen, in allen Kathedralen der Welt heilige Türen zu öffnen.

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass der Papst 2016 mit dem Karlspreis ausgezeichnet wird. In einer Zeit, in der viele Menschen in Europa Orientierung suchten, sende er eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung aus, hatte das Karlspreisdirektorium in seiner Begründung mitgeteilt.

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