LIFESTYLE
25/12/2015 04:52 CET | Aktualisiert 25/12/2015 08:26 CET

SO antwortet ein Atheist einer Frau, die den Umgang mit Weihnachten respektlos findet

Haben wir den wahren Sinn von Weihnachten vergessen? Das zumindest glauben viele Christen. Sie finden, dass die religiöse Bedeutung des Festes vernachlässigt wird.

Sie schimpfen über Weihnachtspartys, Konsum und weltliche Deko. Auch eine Facebook-Nutzerin stört das. Also veröffentlichte sie einen wütenden Beitrag. Sie schrieb:

"Nicht Xmas. CHRISTmas, Leute. An alle weltlichen Leute: Es ist die Geburt von CHRISTUS. Ihr glaubt vielleicht nicht an ihn, aber das ändert nichts an diesem Fakt. Weihnachten verändert sich nicht, weil ihr keine Christen seid oder weil ihr keinen Glauben habt oder aus irgendeinem anderen persönlichen Grund. Danke. Ave Maria."

Sie bekam prompt eine ziemlich kluge Antwort eines Atheisten:

"Eigentlich begann der 25. Dezember als heidnischer Feiertag zur Wintersonnenwende, die im antiken Rom zu den Saturnalien wurden. Es war ein Festtag der Gesetzlosigkeit, an dem Menschen glücklich, betrunken und fröhlich sein können.

Sie sangen nackt auf der Straße, prügelten sich, vergewaltigten sogar - alles mit der Zustimmung des Römischen Reiches. An diesem Festtag feierte man die Geburt des Sonnengottes in nördlichen Teilen Europas, wo er Yule hieß. Und in Rom feierte man die Wiedergeburt der Sonne als Gott Saturn.

350 nach Christus hat der Papst diesen Feiertag als Weihnacht übernommen und erklärte den 25. Dezember zum Geburtstag von Jesus. Den historischen Fakten nach wurde Jesus irgendwann im September geboren. Manche sagen sogar, es war Februar.

Der Weihnachtsbaum war ein heidnisches Ritual an Yule, das auch übernommen wurde. Es sollte Hoffnung vermitteln, dass die Ernte nach dem Winter wieder anfängt. Der Baum wurde dekoriert und in den Häusern als Erinnerung daran aufgestellt.

Die Geschenke kommen daher, dass die geächteten Menschen im Römischem Reich dem Kaiser Tribut zollen sollten. Dann wurde es zur Tradition in jeder Familie.

Sankt Nikolaus war ein Bischof, der in der Türkei geboren wurde und zum Zentrum einer kleinen kultischen Sekte der Kelten, Germanen und später der Niederländer wurde. Dann wurde er durch ein paar Schriftsteller und Illustratoren zwischen 1822 und 1886 bekanntgemacht. Und setzte sich dann im Gedächtnis von allen fest als Kampagne von Coca Cola, die ihm sein rot-weißes Kostüm und die Mütze verpasste.

Wenn man sich also beschweren kann, dass es nicht Xmas, sondern CHRISTmas heißt, könnte man auch sagen, dass es nicht CHRISTmas heißt, sondern Wintersonnenwende oder Saturnalien oder Yule ... oder wir könnten einfach alle gut miteinander auskommen und es so nennen, wie wir wollen und es so feiern, wie es uns gefällt."

Halleluja!


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