POLITIK
23/12/2015 03:41 CET | Aktualisiert 23/12/2015 03:43 CET

Schwere Vorwürfe gegen Putin: Russland begeht in Syrien Kriegsverbrechen

dpa

Es sind schwere Vorwürfe gegen Russlands Präsident Wladimir Putin: Die Einsätze der russischen Luftwaffe in Syrien kosten nach Darstellung von Amnesty International Hunderte Zivilisten das Leben und hinterlassen schwere Schäden in Wohngebieten.

Die Angriffe kämen Kriegsverbrechen gleich. Es seien eine Moschee, ein Markt und medizinische Einrichtungen getroffen worden, teilte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch in London mit.

Der Amnesty-Bericht konzentriert sich auf sechs Angriffe - die fanden zwischen September und November in Homs, Idlib und Aleppo statt. Dabei seien rund 200 Zivilisten ums Leben gekommen. Die Organisation wirft Moskau vor, falsche Angaben zu zivilen Opfern gemacht zu haben.

Manchmal habe es kein erkennbares militärisches Ziel gegeben. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass die russischen Soldaten Streumunition und Bomben ohne Lenksysteme in dicht besiedelten Gebieten einsetzten.

"Es ist unbedingt notwendig, dass die mutmaßlichen Verstöße unabhängig und unparteiisch untersucht werden", sagte der Mitteilung zufolge Philip Luther, der bei Amnesty für den Nahen Osten und Nordafrika zuständig ist.

Für den Bericht hat die Organisation nach eigenen Angaben Augenzeugen befragt und Bildmaterial ausgewertet. Russland kämpft in Syrien gegen die Terrormiliz IS, aber auch gegen andere Gegner des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

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