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22/12/2015 13:57 CET | Aktualisiert 23/12/2015 06:06 CET

Ausschlafen an Feiertagen - sechs Begriffe, die man kennen sollte

evgenyatamanenko via Getty Images
Nach der stressigen Adventszeit wollen einige vor allem eines an den Feiertagen: Schlafen.

Einfach mal schlafen! Die Feiertage sind eine gute Gelegenheit, den Wecker auszuschalten. Oder man könnte doch auch nach dem Mittagessen noch ein Stündchen auf der Couch zu dösen.

Die gute Nachricht: Zu viel schlafen kann man nicht. Wer zwölf Stunden am Stück schlummert, ist aber nicht unbedingt gesund. Die wichtigsten Schlaf-Vokabeln in Kürze erklärt:

1. Nachschlafen

Wer wegen beruflicher und privater Verpflichtungen zu wenig Schlaf bekommen hat, würde das Defizit gern an den freien Tagen ausgleichen. Das geht tatsächlich.

"Das Aufholen von Schlaf ist möglich", erklärt Peter Young, Direktor der Münsteraner Uniklinik für Schlafmedizin und Neuromuskuläre Erkrankungen.

Das gehe aber nur zu einem gewissen Grad. "Man kann nicht sagen: Die ganze Woche schlafe ich gar nicht, aber dafür am Wochenende zwei Tage lang."

2. Vorschlafen

Im neuen Jahr wird es wieder stressig, also einfach über die Feiertage länger in den Federn bleiben? Wer im Voraus ausgeschlafen sei, könne am nächsten oder übernächsten Tag besser mit weniger Schlaf auskommen. Das sagt Alfred Wiater, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).

"Über einen längeren Zeitraum können wir allerdings nicht vorschlafen. Das verhindert unsere innere Uhr."

3. Zu lange schlafen

"Zu viel schlafen kann man nicht, man kann nur zu lange im Bett bleiben", erklärt Ingo Fietze vom Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité.

"Der Körper holt sich nur so viel Schlaf wie er braucht." Auch Schlafmediziner Young betont: "Viel Schlafen macht nicht krank. Er kann aber ein Zeichen für eine andere Erkrankung sein."

Wer weder einen gestörten Nachtschlaf habe noch eine andere Krankheit, wache automatisch auf, wenn es genug sei.

Etwa 2 Prozent der Männer und 1,5 Prozent der Frauen brauchen nach DGSN-Angaben allerdings regelmäßig zehn Stunden Schlaf, um tagsüber fit zu sein.

Für sie hat Wiater schlechte Nachrichten: "Diese konstitutionell veranlagten Langschläfer haben eine um bis zu 24 Prozent erhöhte Mortalität (Sterblichkeit)."

4. Normal schlafen

Wie viel Schlaf ideal ist, ist Experten zufolge individuell unterschiedlich. Im Schnitt schlafen Erwachsene Wiater zufolge aber zwischen sieben und acht Stunden täglich.

"Optimum sind 7 bis 7,5 Stunden", sagt Fietze. "Maximum sind circa 9 Stunden, wenn man dies einige Tage so machen möchte. Eine Nacht zum Nach- oder Ausschlafen darf so lange sein, wie der Körper es verlangt."

5. Mittagsschlaf

Wenn die Weihnachtsgans schwer im Magen liegt, lockt die Couch besonders. "Schweres Essen macht natürlich müde", sagt Mediziner Young.

Dann die Augen zu schließen, helfe aber wenig. "Anstatt sich nach der Gans wieder hinzulegen, wäre es sinnvoller, einen Spaziergang zu machen."

Ansonsten spreche nichts gegen einen kurzen Powernap, wie Wiater erklärt. "Die meisten Menschen erleben den Mittagsschlaf als durchaus erholsam und kraftfördernd." Voraussetzung sei, dass er nicht länger als 30 Minuten dauere und vor der ersten Tiefschlafphase beendet sei.

6. Alkoholisierter Schlaf

"Alkohol fördert zwar das Einschlafen", erklärt Wiater. "Er verhindert aber das Durchschlafen und damit den erholsamen Schlaf."

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