POLITIK
23/12/2015 23:26 CET | Aktualisiert 24/12/2015 06:18 CET

"Zehn Millionen Überstunden": Wie die Überlastung der Polizei unsere Sicherheit gefährdet

Terror und Füchtlingskrise - deutsche Polizisten sind überlastet
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Terror und Füchtlingskrise - deutsche Polizisten sind überlastet

Die deutsche Polizei stößt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Vor allem durch die Einsätze während der Flüchtlingskrise und durch die Terrorgefahr werden viele Überstunden fällig. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sollen deutsche Polizisten so bereits Überstunden in Millionenhöhe angesammelt haben.

Hauptgrund dafür sei akuter Personalmangel. Das sagte der stellvertretende GdP-Vorsitzende, Jörg Radek, der "Süddeutschen Zeitung". Er schätze die Zahl der aufgestauten Überstunden aller Polizisten in Bund und Ländern "auf mindestens zehn Millionen". Angesichts von Personalnot und massiven Überstunden sei dann die Polizei "leider nicht überall sofort zur Stelle", wo sie gebraucht werde. Nach Berechnungen der Gewerkschaft haben Bund und Länder bei der Polizei seit 1997 etwa 17.000 Stellen eingespart, sagte Radek.

Im selben Blatt bezifferte der GdP-Landeschef in Nordrhein-Westfalen, Arnold Plickert, die Zahl der Überstunden allein für sein Bundesland auf 3,6 Millionen. "Wer glaubt, diese ließen sich jemals wieder abfeiern, macht sich Illusionen", sagte Plickert der "SZ".

Radek hatte sich erst jüngst zur Polizei und der Flüchtlingskrise geäußert. Er hatte einen Brandbrief an die Bundeskanzlerin verfasst. Er warf Angela Merkel (CDU) darin vor, dass die Bundespolizisten die Grenzen nicht mehr ausreichend schützen könnten.

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