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23/12/2015 04:40 CET | Aktualisiert 23/12/2015 06:16 CET

In Offenburg hängen Weihnachtsgeschenke für Obdachlose an Christbäumen

Anna Bonath hängt in Offenburg (Baden-Württemberg) Geschenke an einem Baum, den "Warmnachtsbaum"
dpa
Anna Bonath hängt in Offenburg (Baden-Württemberg) Geschenke an einem Baum, den "Warmnachtsbaum"

Schöner kann man den christlichen Weihnachtsgedanken nicht symbolisieren: In Offenburg gibt es dieses Jahr "Warmnachtsbäume". Bäume, an denen durchsichtige Plastiktüten mit Strickwaren hängen.

Die Idee stammt vom Verein "be japy". Über soziale Netzwerke und ihre Homepage hatten die Projektgründer einen Aufruf mit der Bitte gestartet, bedürftigen Mitbürgern Mützen oder Schals zu stricken oder andere nützliche Dinge zu spenden.

Zunächst habe man versucht, die wärmenden Geschenke persönlich an Obdachlose zu übergeben, sagt Mitbegründer Peter Wilhelm. Viele der Beschenkten hätten sich allerdings nicht getraut, die Sachen entgegen zu nehmen. "Deswegen hängten wir die Strickware in die Nähe von Brennpunkten an Bäume", sagte Wilhelm. Nun könne sich jeder Bedürftige zu jeder Zeit etwas nehmen und müsse sich nicht schämen.

An jedem Geschenksack steckt eine kleine aufmunternde Botschaft. Das Ganze läuft auf Vertrauensbasis. Das habe bisher auch gut funktioniert, berichtete Wilhelm.

Bisher gibt es das Projekt in neun Städten - unter anderem in Freiburg, Bottrop und Gütersloh. Tendenz steigend. Die Pakete kommen aus ganz Deutschland - im vergangenen Jahr sogar aus Brasilien und Italien. Demnächst sollen auch Bäume in Hamburg und Berlin behängt werden.

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