WIRTSCHAFT
23/12/2015 15:02 CET | Aktualisiert 23/12/2015 15:13 CET

Pfusch bei den Hauptuntersuchungen? Schwere Vorwürfe gegen KFZ-Prüfer

Schwere Vorwürfe gegen TÜV & Co
dpa
Schwere Vorwürfe gegen TÜV & Co

KFZ-Prüfern wie TÜV, Dekra oder GTÜ droht der Verlust ihrer Zulassungen. Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) bemängelt die Hauptuntersuchungen der Prüfungsorganisationen. "Die DAkkS teilt mit, dass sie mit Datum vom 10. Dezember 2015 für alle amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen die Akkreditierung ausgesetzt hat". So steht es in einem internen Dokument, das dem "Spiegel" vorliegt.

Die Prüfer hätten die Arbeit mit den Messgeräten nicht wie vorgeschrieben dokumentiert. Zudem hätten TÜV & Co mit falsch kalibrierten Geräten gearbeitet. Die Entscheidung der DAkkS könnte weitreichende Folgen auf die Branche haben: Das gesamte System der Hauptuntersuchungen würde auf der Kippe stehen, die Behörden der Bundesländer wären gezwungen, den KFZ-Prüfern die Zulassung zu entziehen.

Bereits im Sommer hat DakkS-Chef Norbert Barz die Verkehrsminister der Länder auf zahlreiche Verfehlungen der Prüfungsstellen hingewiesen. Barz teilte mit, Kontrollen hätten ergeben, dass "in erheblichem Umfang" Messgeräte eingesetzt werden, die nicht nach den "einschlägigen Anforderungen" und dem "Stand der Technik kalibriert sind".

"Ein Widerruf der amtlichen Anerkennung für alle in Deutschland anerkannten Überwachungsorganisationen würde das System der Hauptuntersuchung in Deutschland zusammenbrechen lassen", zitiert der "Spiegel" außerdem aus dem Dokument. Der Beschuldigten weisen alle Vorwürfe von sich: In einer Erklärung heißt es, alle Messgeräte seien korrekt kalibriert, geeicht oder stückgeprüft.

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