POLITIK
22/12/2015 06:01 CET | Aktualisiert 22/12/2015 09:17 CET

Festerling flippt bei Pegida-Demo aus und ruft zur "Heimatverteidigung" auf

Eklat bei der Pegida-Demonstration in Dresden: Die ehemalige Dresdner OB-Kandidatin und Pegida-Mitorganisatorin Tatjana Festerling leistete sich einen heftigen Verbalausfall.

Festerling war schon häufiger durch rechte Äußerungen aufgefallen. Doch am Montag legte sie noch einmal einen drauf. Sie rief zur "Heimatverteidigung" auf - notfalls auch mit "unanständigen Methoden".

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Man kann das durchaus als einen versteckten Aufruf zur Gewalt gegen Flüchtlinge verstehen - den Tausende bejubelten.

Im Video seht ihr, was Festerling gestern auf der Demo noch gesagt hat:

4000 bis 8000 Teilnehmer kamen auf die Demonstration, mehr als in der Vorwoche. Passend zur Rhetorik auf der Bühne marschierten bei Pegida auch wieder Nazis mit, wie dieses Foto eines Reporters der "Dresdner Neuesten Nachrichten" von der Demonstration zeigt:

Die rechte Hetze wurde auf der Demonstration immer wieder durch das Singen von Weihnachtsliedern unterbrochen. Ein Twitter-Nutzer hatte dazu den passenden Kommentar:

Mit einem Großaufgebot hatte sich die Polizei auf die Demonstrationen vorbereitet. Das sollte mögliche Gewaltausbrüche verhindern, etwa von linksextremen Gegendemonstranten. In der Innenstadt waren mehrere Wasserwerfer in Position gebracht worden. Polizisten aus Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern unterstützen die sächsische Polizei.

Mehrere tausend Menschen demonstrierten dann aber friedlich gegen die Pegida-Kundgebung. Bis zum Montagabend gab es laut Polizei keinerlei Zwischenfälle. Das Aktionsbündnis "Herz statt Hetze" hatte zu einer Kundgebung gegen Pegida auf dem Theaterplatz vor der Semperoper aufgerufen, wo in den vergangenen Wochen Pegida-Kundgebungen stattfanden. Zu Beginn der Veranstaltung der etwa 3000 bis 4000 Teilnehmer ertönte die "Ode an die Freude", gespielt von der Staatsoper Dresden, auch das Staatsschauspiel wirkte mit.

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