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22/12/2015 06:28 CET | Aktualisiert 19/01/2018 19:13 CET

Sie wurde von ihren Verwandten erschlagen. Vor ihrem Tod schrieb sie diesen verzweifelten Brief

PHOTOGRAPHY BY BERT.DESIGN via Getty Images
Symbolbild

Sie muss verzweifelt gewesen sein. Die 19-jährige Shahena Uddin wurde von ihren eigenen Verwandten schwer misshandelt.

Als ihre Eltern sie verstießen, zog sie zu ihrem Bruder und seiner Ehefrau.

Aber dort, im englischen Wartford, bekam sie nicht das liebevolle Zuhause, das ihr zustand. Die beiden misshandelten das Mädchen jahrelang auf brutalste Weise – unterstützt wurden sie dabei von den anderen Geschwistern.

Die britische Zeitung „Dailymail“ schrieb, dass Shahena geschlagen und gezwungen wurde, die Klobrille abzulecken, wenn sie beispielsweise ihr Essen nicht in der „richtigen Geschwindigkeit“ aß. Sie erlaubten ihr nicht, Freunde zu haben und isolierten sie von der Außenwelt.

Der Teenager war aufgrund dieser Misshandlungen von Selbsthass zerfressen.

Sie schrieb verzweifelte Briefe an die Schwägerin, die sie so brutal misshandelte und die sie „Afa“ nannte:

„Ich halte das nicht mehr aus, wirklich, ich kann das nicht mehr aushalten. Bitte lass mich gehen, Afa. Ich muss gehen. Ich kann hier nicht mehr leben. Ich habe darüber nachgedacht und kann hier nicht mehr bleiben. BITTE HILF MIR. Ich habe jeden Tag Angst und ich kann so nicht mehr leben, ich glaube, ich werde verrückt.“

„Versucht einfach, mich zu vergessen. Es wird dann einfacher sein. Wenn ich weg bin, wird es ja auch keinen Streit mehr geben. Ich weiß nicht, wohin ich gehen soll, aber ich muss meinen eigenen Weg gehen. Ich kann nicht bleiben und die Schuld für alles bekommen.“

„Es ist egal, ob ihr mich jetzt hasst, weil ihr dann frei sein werdet. Ich habe euch viel Stress bereitet und jetzt befreie ich euch davon. Entschuldigung für alles und danke für alles.“

Kurze Zeit später wurde die 19-Jährige von ihren eigenen Familienmitgliedern zu Tode geprügelt – das war im Oktober vor einem Jahr. Jetzt wurden sechs ihrer Verwandten dafür zu insgesamt 56 Jahren Haft verurteilt. Dabei handelt es sich um ihre Schwägerin, vier ihrer Brüder und eine Schwester. Alle Verurteilten schweigen über den genauen Hergang der Tat.

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