NACHRICHTEN
22/12/2015 11:19 CET | Aktualisiert 22/12/2016 06:12 CET

Ex-Bischöfin Margot Käßmann: "Ich fühle mich so frei wie nie zuvor"

Margot Käßmann
ddp images
Margot Käßmann

"Nach sieben mageren Jahren gibt es wieder sieben fette." So formuliert die ehemalige Bischöfin und EKD-Chefin Margot Käßmann (57, "Im Zweifel glauben") im Gespräch mit der Zeitschrift "Bunte" ihre Lebenssituation, nachdem sie seit 2006 mehrere Schicksalsschläge erleben musste - Brustkrebs, Scheidung und 2010 schließlich der Rücktritt, nachdem sie wegen Trunkenheit am Steuer in den Schlagzeilen landete. Doch nun befinde sie sich in der "entspanntesten" Phase ihres Lebens. Sie müsse sich nicht mehr um die Erziehung ihrer vier Töchter kümmern und auch Arbeitsdruck bestehe nicht mehr. "Ich fühle mich so frei wie nie zuvor."

Frei ist sie auch, da sie derzeit keine Beziehung hat. Auf der Suche nach einem neuen Mann in ihrem Leben ist Käßmann nicht. "Ich lebe allein, mir geht es gut. Ich genieße meine Unabhängigkeit sehr. Aber ich sage nie nie." Das hat jedoch nichts mit ihrer Religion zu tun. "Ich bekomme bitterböse Briefe, die mir 'Bekehrung' anraten. Das ist absurd. Sexualität ist eine gute Gabe Gottes." Auch Sex außerhalb der Ehe finde sie "nicht verwerflich".

Margot Käßmanns neues Buch "Im Zweifel glauben" ist hier erhältlich

Lieber konzentriert die vierfache Mutter und dreifache Großmutter sich jedoch auf die Familie. Mit 60 werde sie in Frührente gehen. "Ich will mehr Zeit für mich und meine Enkel. Es ist herrlich, mit ihnen etwa Hühnern beim Picken zuzuschauen", sagt Käßmann.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.