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22/12/2015 09:45 CET | Aktualisiert 22/12/2016 06:12 CET

Weniger Sex und Gewalt in neuer "Game of Thrones"-Staffel

Die Macher der Serie nehmen sich Kritik zu Herzen.
twitter.com/GameOfThrones
Die Macher der Serie nehmen sich Kritik zu Herzen.

"Game of Thrones" mag als eine der besten Serien der Welt gelten, gegen Kritik von außen sind die Macher jedoch nicht immun. In der vergangenen Staffel sorgte eine Vergewaltigungsszene für heftige Diskussionen, in der kommenden sechsten Staffel soll nun darauf reagiert werden. Sehr eindrücklich wurde in Staffel fünf gezeigt, wie Sansa Stark (Sophie Turner) von ihrem Ehemann Ramsay Bolton (Iwan Rheon) in der gemeinsamen Hochzeitsnacht sexuell missbraucht wird - ein Aufschrei ging durch die Zuschauermenge: Die Szene erfülle keinen erzählerischen Zweck, sondern diene lediglich einem Schockmoment, hieß es. In den Büchern von George R. R Martin, auf denen die Fantasy-Reihe basiert, komme sie nicht einmal vor.

Keine Selbstzensur aber Reaktion auf Kritik

Regisseur Jeremy Podeswa bezog auf einem Event in den Fox Studios in Australien laut "The Telegraph" nun Stellung. Zwar ließ dieser zunächst verlauten: "Es ist wichtig, dass die Produzenten keine Selbst-Zensur vornehmen. Die Show zeigt eine brutale Welt, in der schreckliche Dinge geschehen, sie wollen sich nicht allzu sehr von diesen Kritiken beeinflussen lassen", fügte schließlich jedoch an: "Aber sie haben sie dennoch aufgenommen und verinnerlicht und die Kritiken haben sie auf eine gewisse Weise beeinflusst." Man habe auf die Diskussion reagiert, einige Dinge würden sich deshalb ändern.

Sehen Sie in diesem MyVideo-Clip eine Interpretation des Titelsongs von "Game of Thrones"

Vorwürfe der Gewaltdarstellung nicht zum ersten Mal

In Bezug auf die fragliche Szene sagte Podeswa: "Es war eine schwierige und brutale Szene und wir wussten, dass sie eine Herausforderung für das Publikum darstellen würde." Die Kritik würde sich jedoch nicht gegen die Ausführung, sondern die Idee an sich richten. "Die Szene wurde so sensibel, wie es nur möglich war, behandelt, man sieht kaum etwas", verteidigte Podeswa die Darstellung in der vergangenen Staffel. Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass sich die Macher der Show dem Vorwurf der Gewaltdarstellung gegenüber sehen, bisher wurde jedoch immer betont, dass Gewalt, und damit auch Vergewaltigungen, ein Teil der Welt von "Game of Thrones" sei.

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